16-jähriger ungarischer Junge sprach mit KI-Chatbot über Massengewalt, FBI alarmiert ungarische Behörden – Video

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Ein 16-jähriger Junge aus Győr äußerte sich im Gespräch mit einem KI-Chatbot zu gewalttätigen Handlungen. Nach Angaben der ungarischen Polizei umfassten seine Gespräche Drohungen gegen Gruppen und Einzelpersonen, Diskussionen über Vorbereitungen für Anschläge sowie Hinweise auf Waffen, die dafür verwendet werden könnten. Der Fall wurde den ungarischen Behörden nach einer Warnung des US-amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI) zur Kenntnis gebracht.

KI-Unternehmen alarmierte US-Ermittler

Mitte September erhielt das Nationale Ermittlungsbüro (NNI) der ungarischen Schnellreaktionspolizei Informationen vom FBI über einen Nutzer, von dem angenommen wurde, dass er Verbindungen nach Ungarn habe. Die US-Ermittler waren von einem im Bereich der künstlichen Intelligenz tätigen Unternehmen alarmiert worden, nachdem einer seiner Nutzer angeblich Drohungen ausgesprochen hatte, die gewalttätige und lebensbedrohliche Handlungen betrafen.

Aus den an die ungarischen Behörden weitergeleiteten Unterlagen ging hervor, dass der Nutzer mit einem KI-gestützten Chatbot gewalttätige Handlungen gegen Gruppen und Einzelpersonen besprochen und zudem über Vorbereitungen für solche Angriffe gesprochen hatte.

„Dies wird bald zu einem Massenverbrechen werden“

Die ungarische Polizei zitierte zwei Aussagen aus dem Gespräch. In einer davon soll der Nutzer geschrieben haben: „Es darf keine Gnade geben, und man muss in der Lage sein, das durchzuziehen, was man geplant hat.“ In einer weiteren Nachricht hieß es: „Das wird bald ein Massenverbrechen sein.“

Nach Angaben der Polizei enthielten die Unterhaltungen auch Diskussionen über Waffen, die für den geplanten Anschlag geeignet wären.

Elektronische Beweismittel führten die Ermittler zu dem Jugendlichen

Ermittler der NNI identifizierten den Nutzer anhand elektronischer Spuren. Nach Angaben der Polizei gehörte der Account einem 16-jährigen Jungen aus Győr im Westen Ungarns.

Der Jugendliche wurde am 15. September in seiner Wohnung festgenommen. Die Polizei durchsuchte die Wohnung und beschlagnahmte sein Mobiltelefon sowie seinen Computer. Die Spurensicherung hat damit begonnen, Daten von den Geräten zu extrahieren und zu untersuchen.

Der Junge wurde in Gewahrsam genommen und als Verdächtiger wegen des Verdachts auf Androhung einer terroristischen Straftat verhört.

Die Polizei warnt vor strafrechtlichen Konsequenzen bei Online-Drohungen

Im Anschluss an diesen Fall wies die ungarische Polizei zudem darauf hin, dass Äußerungen auf Online-Plattformen und in Anwendungen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Die Behörden betonten, dass Online-Äußerungen, die Gewalt, Angriffe auf das Leben von Menschen oder terroristische Handlungen betreffen, nicht einfach als „Jungenstreich“ abgetan werden können.

Die Ermittlungen dauern an; Kriminaltechniker untersuchen weiterhin die bei dem Jugendlichen beschlagnahmten elektronischen Geräte.

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