Ungarn gibt neue Einzelheiten zur Diesel-Subvention bekannt: Wer erhält 20.000 HUF und wann beginnen die Auszahlungen?

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Ungarn hat die detaillierten Bestimmungen für seine Dieselkraftstoffbeihilfe in Höhe von 20.000 HUF veröffentlicht und damit klargestellt, wer anspruchsberechtigt ist, wie die Auszahlung erfolgt und wann Autofahrer mit dem Geld rechnen können. Die neue Verordnung legt zudem die Bedingungen für Personen fest, die im Laufe des Jahres förderfähige Fahrzeuge erworben haben.

Wie wir bereits berichteten, kündigte Ministerpräsident Péter Magyar Anfang dieses Monats das Diesel-Förderprogramm an, um Autofahrern bei der Bewältigung der steigenden Kraftstoffpreise zu helfen. Die detaillierten Regelungen, die am Freitagabend im ungarischen Amtsblatt veröffentlicht wurden, bestätigen nun die genauen Auszahlungstermine, die Anspruchsvoraussetzungen und die Art und Weise der Auszahlung.

Das ungarische Finanzministerium wird die Beihilfe in Raten auszahlen; die Zahlungen werden bis Dezember fortgesetzt. Die Maßnahme soll die finanzielle Belastung für Diesel-Autofahrer nach einem erheblichen Anstieg der Kraftstoffpreise in diesem Jahr mildern.

Wann wird die Diesel-Subvention ausgezahlt?

Gemäß den neu veröffentlichten Bestimmungen wird die Beihilfe in Höhe von 20.000 HUF in der Regel in vier Raten ausgezahlt.

Die Regierung hat folgende Auszahlungstermine festgelegt:

  • 30. September 2026
  • 30. Oktober 2026
  • 13. November 2026
  • 7. Dezember 2026

Autofahrer, die bereits am 1. Januar 2026 die Voraussetzungen hinsichtlich des Eigentums oder der Zulassung erfüllt haben, sollen ihre erste Zahlung in Höhe von 5.000 HUF am 30. September erhalten.

Diejenigen hingegen, die ein förderfähiges Fahrzeug nach Jahresbeginn erworben oder dessen eingetragener Halter geworden sind, erhalten ihre erste Zahlung am 30. Oktober. Die Regelung sieht für das Jahr 2026 eine Unterstützung in Höhe von insgesamt 20.000 HUF pro berechtigter Person vor.

Der neue Zeitplan zieht die erste Zahlung für bereits berechtigte Autofahrer vor, verglichen mit dem ursprünglich von der Regierung angekündigten Starttermin im Oktober.

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Wer hat Anspruch auf die Unterstützung in Höhe von 20.000 HUF?

Die Förderung steht Privatpersonen zur Verfügung, die einen ausschließlich mit Diesel betriebenen Pkw mit einer maximalen Motorleistung von 110 Kilowatt (etwa 150 PS) nutzen oder besitzen.

Die Anspruchsberechtigung wird grundsätzlich anhand der Fahrzeugzulassungsunterlagen ab dem 1. Januar 2026 festgestellt. Die neue Verordnung gilt jedoch auch für Fahrzeughalter, die ein förderfähiges Fahrzeug zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr erworben haben, sofern sie die Voraussetzungen zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung erfüllen.

Wichtig ist, dass die Förderung in Höhe von 20.000 HUF pro Person und nicht pro Fahrzeug gewährt wird. Wer mehrere förderfähige Diesel-Pkw besitzt oder nutzt, kann nur für eines davon eine Förderung erhalten.

Hat ein Fahrzeug mehrere Eigentümer oder eingetragene Halter, geht die Zahlung an die Person, die im Fahrzeugschein genannt ist.

Müssen Autofahrer den Zuschuss beantragen?

Berechtigte Fahrer müssen in der Regel keinen gesonderten Antrag stellen. Die ungarische Nationale Steuer- und Zollverwaltung (NAV) ermittelt die Anspruchsberechtigung anhand der Fahrzeugzulassungsdaten. Das ungarische Finanzministerium verteilt die Mittel anschließend automatisch.

Die Zahlungen werden in erster Linie auf das bei der Steuerbehörde hinterlegte Bankkonto überwiesen. Autofahrer ohne geeignetes Bankkonto erhalten die Beihilfe per Post an die bei der NAV hinterlegte Korrespondenzadresse. Die Beihilfe ist steuerfrei und wird aus dem Staatshaushalt finanziert.

Warum gewährt Ungarn eine Dieselbeihilfe?

Die Regierung hatte das Programm ursprünglich am 11. September angekündigt und erklärt, dass davon fast eine Million Autofahrer profitieren könnten.

Anstatt die frühere Preisregulierung für Kraftstoffe wieder einzuführen, entschied sich die Regierung für eine direkte finanzielle Unterstützung. Magyar argumentierte, dass die Maßnahme vor allem auf Autofahrer abzielen sollte, die besonders stark von den steigenden Dieselpreisen betroffen sind, anstatt die Kraftstoffkosten von Besitzern teurer Hochleistungsfahrzeuge zu subventionieren.

Der Ministerpräsident hatte zuvor erklärt, dass die Wiedereinführung der früheren geschützten Kraftstoffpreise in Ungarn den Staatshaushalt monatlich zwischen 50 und 100 Milliarden HUF belasten könnte. Der ungarische Öl- und Gaskonzern MOL warnte zudem, dass die Wiedereinführung einer Preisobergrenze Kraftstoffimporte hemmen und zu Versorgungsengpässen führen könnte.

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