Die Straßen von Budapest könnten sich im Rahmen eines neuen Fußgängerplans drastisch verändern

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Budapest bereitet sich auf eine umfassende, fußgängerfreundliche Umgestaltung vor. Zu den Zielen einer kürzlich verabschiedeten Langzeitstrategie gehören 200 neue Fußgängerüberwege, besser zugängliche Straßenbahnhaltestellen und sicherere Wohnstraßen.
Der Budapester Stadtrat hat am Freitag die neue Fußgängerstrategie der Stadt verabschiedet und dabei Ziele festgelegt, zu denen 200 zusätzliche Fußgängerüberwege bis 2030, besser barrierefreie Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs sowie umfassende Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in Wohngebieten gehören. Der Plan wurde vom Budapester Verkehrsamt (BKK) über einen Zeitraum von etwa anderthalb Jahren ausgearbeitet.
200 neue Fußgängerüberwege – und weniger Barrieren
Eines der ersten großen Ziele ist die Schaffung von 200 neuen Fußgängerüberwegen bis zum Ende des Jahrzehnts.
Budapest strebt zudem an, dass bis 2030 mindestens die Hälfte seiner Straßenbahnhaltestellen vollständig barrierefrei sein soll. Derzeit erfüllen laut der jüngsten Bewertung der BKK nur 43 % der 658 Straßenbahnhaltestellen der Hauptstadt die Anforderungen an die Barrierefreiheit vollständig. Im Vergleich dazu erfüllen 83 % der Bus- und Oberleitungsbus-Haltestellen die Standards.
Die Stadt nimmt zudem einige der schwieriger zu gestaltenden Kreuzungen in Budapest ins Visier. Bis 2035 sollen Kreuzungen, an denen Fußgänger derzeit Unterführungen nutzen müssen, barrierefrei werden, wobei nach Möglichkeit ebenerdige Übergänge eingerichtet werden sollen.

Dies könnte das Erlebnis beim Begehen einiger der verkehrsreichsten Straßen Budapests schrittweise verändern, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Eltern mit Kinderwagen und ältere Fußgänger.
Jede Wohnstraße könnte letztendlich verkehrsberuhigt werden
Bis 2040 würde jede lokale Wohnstraße entweder Teil einer verkehrsberuhigten Zone sein oder mit baulichen Maßnahmen ausgestattet werden, die darauf abzielen, Autofahrer zum Langsamfahren zu bewegen. Auch Hauptverkehrsstraßen sollten langfristig über durchgehende, barrierefreie Gehwege und sicherere Überquerungsstellen in regelmäßigen Abständen verfügen.
Die langfristige Frist ist das Jahr 2050; bis dahin strebt Budapest an, seinen öffentlichen Raum und sein Verkehrsnetz vollständig barrierefrei und deutlich fußgängerfreundlicher zu gestalten.
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Was die Budapester tatsächlich gefordert haben
Die Strategie wurde zudem durch eine öffentliche Konsultation geprägt. Mehr als 1.700 Personen füllten den Fragebogen der BKK aus, während die Einwohner über 3.000 Vorschläge auf einer interaktiven Karte eintrugen.
Überwältigende 95 % der Befragten gaben an, dass es wichtig sei, Budapest für Fußgänger komfortabel, sicher und barrierefrei zu gestalten; selbst unter den Befragten, die hauptsächlich mit dem Auto unterwegs sind, lag die Zustimmung bei 81 %.
Interessanterweise standen neue Fußgängerüberwege nicht an erster Stelle. Mehr Schatten und Grünflächen führten die Wunschliste an und wurden von 81 % der Befragten ausgewählt. An zweiter Stelle folgten fehlende Gehwege mit 73 %, gefolgt von der Instandsetzung bestehender Gehwege mit 62 %.
Die Umfrage zeigte zudem, wie schnell die Einwohner Budapests bereit sind, zu Fuß zu gehen, wenn die Bedingungen stimmen: Mehr als 99 % gaben an, dass sie sich bei Strecken von weniger als fünf Minuten für den Fußweg entscheiden würden, während 80 % dies auch bei Strecken von 10 bis 14 Minuten tun würden.
Anstelle eines einzelnen Bauprojekts gibt die neu verabschiedete Strategie die Richtung für Dutzende kleinerer Veränderungen in ganz Budapest vor – von einem neuen Zebrastreifen an einer stark befahrenen Straße bis hin zu ruhigeren Straßen in den Wohnvierteln und einem leichteren Zugang zum öffentlichen Nahverkehr.
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