Ausbau des Budapester Flughafens beginnt: Grundsteinlegung für drittes Terminal durch Premierminister Orbán!

Ungarns wichtigster internationaler Flughafen könnte bis zum Ende des Jahrzehnts zum wichtigsten Handels- und Tourismuszentrum der Region werden, sagte Premierminister Viktor Orbán am Freitag bei der feierlichen Grundsteinlegung für den neuen Terminalkomplex am Budapest Liszt Ferenc International Airport (Budapest Airport).
In seiner Rede scherzte der Premierminister, dass es eine “arbeitsreiche Woche” gewesen sei. Er bezog sich dabei auf Initiativen, die er mit dem Sänger György Korda und dem US-Präsidenten Donald Trump gestartet hatte, bevor er hinzufügte, dass der Meilenstein des Tages der Baubeginn des dritten Terminals des Flughafens sei.
Von der Privatisierung zur staatlichen Mehrheitsbeteiligung
Orbán erinnerte daran, dass der Budapester Flughafen vor fast zwei Jahrzehnten an ausländische Investoren verkauft wurde, denen kurzfristige Gewinne wichtiger waren als eine langfristige Entwicklung. Die Folge war, dass die Modernisierung ins Stocken geriet, Immobilienspekulationen begannen und wichtige Projekte – darunter eine direkte Bahnverbindung zum Stadtzentrum – nie verwirklicht wurden.
Nach 14 Jahren hartnäckiger Arbeit, wie er es nannte, erhielt der ungarische Staat 2024 die Mehrheit am Flughafen zurück. Daraufhin wurde eine strategische Partnerschaft mit dem französischen Infrastrukturgiganten Vinci geschlossen, der über jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb und in der Entwicklung verfügt.

Rekordzahlen und Milliardeninvestitionen
Das Passagieraufkommen erreichte im vergangenen Jahr einen Rekord von 20 Millionen, während der Flughafen 331 Millionen Euro an Einnahmen erzielte – 25 % über den Erwartungen. Nach Angaben der Regierung bedeutet dies, dass sich die Investition zwei Jahre früher als geplant amortisieren könnte.
Zwei Vorzeigeprojekte sind bereits im Gange. Eine Konzession für eine Bahnverbindung, die den Flughafen Budapest direkt mit dem Bahnhof Nyugati verbindet, wurde vergeben, und der Bau des neuen Terminals, der rund 1 Milliarde Euro kosten wird, steht kurz bevor.
Orbán sagte, dass dies das größte Flughafenentwicklungsprojekt in Mitteleuropa sein wird, mit jährlichen Passagierzahlen, die bis zum Ende des Jahrzehnts 25 Millionen erreichen sollen.
Krieg wird als größtes Risiko gesehen
Der Premierminister warnte, dass regionale Instabilität die größte Bedrohung für diese Ambitionen darstelle. Krieg schwäche die Wirtschaft und schrecke Touristen ab. Ungarn müsse sich aus den Konflikten in seiner Nachbarschaft heraushalten.

Professionelles Management und qualifizierte Arbeitskräfte
Orbán betonte, dass Staatseigentum und Investoren zwar wichtig seien, der Erfolg aber letztlich von der Fachkompetenz und der Qualität der Arbeit der Mitarbeiter abhänge. Er räumte ein, dass “der Staat einen Flughafen nicht allein betreiben kann” und sagte, dass erfahrene Partner unerlässlich seien.
An die Führungskräfte des französischen Unternehmens gewandt, sagte er, Ungarn betrachte sie nicht nur als einfache Investoren, sondern als vertrauenswürdige Partner, die in der wirtschaftlichen “Familie” des Landes willkommen seien.
Regionale Führung anstreben
Wenn alle Pläne umgesetzt werden, so der Premierminister, könnte sich der Budapester Flughafen zum führenden Handels- und Tourismuszentrum der Region entwickeln und Ungarns Position als wichtiges Tor zwischen Ost und West stärken – ohne, wie er es ausdrückte, “in Brüssel umsteigen zu müssen”.
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