Bisher wurden im Jahr 2015 75.000 Asylverfahren eingestellt

Die Zahl der Asylverfahren, die in diesem Jahr abgesagt werden mussten, soll am Freitag 75.000 überschreiten, sagte der Direktor für Flüchtlingsangelegenheiten des ungarischen Einwanderungsamtes dem öffentlichen Nachrichtensender M1.

Árpád Szép sagte, dass in 80 bis 85 Prozent der Fälle Asylverfahren abgesagt würden, weil der Asylbewerber vor Abschluss des Verfahrens fliehe.

Szép sagte, 95 Prozent der in diesem Jahr eingeleiteten Asylverfahren müssten abgesagt werden, weil die Einwanderungsbehörde nicht feststellen könne, ob der Antragsteller Anspruch auf den Flüchtlingsstatus habe. Das Amt habe in den Fällen abgeschlossener Asylverfahren weniger als 2.000 Anträge abgelehnt, fügte Szép hinzu.

Er stellte fest, dass am Donnerstag 155 Asylanträge registriert wurden, womit sich die Gesamtzahl der in diesem Jahr eingereichten Anträge auf 174.660 erhöhte.

Szép sagte, dass ein Fünftel bis ein Viertel der Asylbewerber Kinder seien.

Die nationale Polizei teilte auf ihrer Website mit, dass in diesem Jahr bisher mehr als 250.000 Migranten illegal nach Ungarn eingereist seien, gegen 196 Personen sei ein Strafverfahren wegen illegalen Grenzübertritts eingeleitet worden, teilte die Polizei mit.

Foto: MTI

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