Breaking – Neue Verfassung: Orbán kann nie wieder Ministerpräsident werden; Live-Updates von der internationalen Pressekonferenz von Péter Magyar

Péter Magyar hat heute Nachmittag eine internationale Pressekonferenz abgehalten, in der er seine Vision und die ersten Schritte seiner Regierung erläuterte und sich den Fragen der Journalisten stellte. Er versprach, dass jeder zu Wort kommen würde. Er sprach über die neue Außenpolitik Ungarns, die Lehren aus dem Wahlkampf, die ersten Schritte seiner Regierung und die Aussicht auf einen noch größeren Sieg der Theiß. Er kündigte an, die Verfassung zu ändern, um die Amtszeit von Ministerpräsidenten auf maximal zwei Amtszeiten zu begrenzen und Viktor Orbán von einer weiteren Amtszeit auszuschließen.
Magyar zufolge könnte die Theiß letztlich 141 oder 142 Sitze erringen, wenn die Stimmen derjenigen, die sich für die Wahl außerhalb ihres Wohnsitzes registriert haben, und der Auslandsvertretungen ausgezählt werden (derzeit sind es 138). Er führt die derzeit 55 Abgeordneten des Fidesz ausschließlich auf den Einsatz von Medien und Geheimdiensten zurück, um sich an die Macht zu klammern.
Als siegreicher Vorsitzender von Theiß forderte er Tamás Sulyok auf, die konstituierende Sitzung des neuen Parlaments bis zum 4. oder 5. Mai einzuberufen. Er wiederholte seine Forderung, dass Sulyok zurücktreten solle, sobald er mit der Regierungsbildung beauftragt werde.

Welches sind die drei dringlichsten politischen Pakete der Theiß-Regierung?
- Verfassungsreform: Begrenzung der Amtszeit von Premierministern auf zwei Amtszeiten oder acht Jahre, was bedeutet, dass Orbán disqualifiziert wird;
- Wiederherstellung der pluralistischen Demokratie und der gegenseitigen Kontrolle;
- Einrichtung eines Amtes für Vermögensabschöpfung;
- Ungarn tritt der Europäischen Staatsanwaltschaft bei.
Kontinuierliches Engagement für die Bevölkerung
Politik, so Magyar, muss sich um die Menschen drehen. Ausländische Politiker haben ihn nach dem Geheimnis gefragt. Er sagt, es sei einfach, so viel Zeit wie möglich mit den Menschen zu verbringen, auch wenn das Opfer erfordere. Politik kann edel, ehrlich und gerecht sein, fügt er hinzu.
Er versprach, die Öffentlichkeit so weit wie möglich einzubeziehen – durch Referenden oder Online-Umfragen – aber nicht wie bei den nationalen Konsultationen der Fidesz.

Außenpolitische Verschiebungen
Nach Ansicht von Magyar haben die Ungarn gestern eine klare Entscheidung getroffen: Wir gehören in die EU und die NATO. Die Europäische Union ist ein Friedensprojekt, und ein durchschlagender Erfolg noch dazu. Als ehemaliger Diplomat kennt er ihre Funktionsweise – und ihre bürokratischen Auswüchse – und hat sich vorgenommen, letztere zu beseitigen.
Er versprach, sich unnachgiebig für die ungarischen Interessen in Straßburg, Brüssel, Washington, Moskau und Peking einzusetzen. Die neue Regierung wird ein konstruktiver Partner in Europa sein und Streitigkeiten durch Kompromisse lösen. Europa habe angesichts der sozialen Probleme und der Folgen des Ukraine-Krieges an Boden verloren. Er wolle eine gemeinsame Stimme bilden und das “Kissinger-Problem” endlich lösen. Außerdem versprach er, die Praxis der Blockade von Kandidatenländern aus innenpolitischen Gründen zu beenden.
Magyar teilte mit, dass nach seinen Informationen Außenminister Péter Szijjártó und enge Mitarbeiter sanktionsrelevante Dokumente im Außenministerium schreddern und auch in anderen staatlichen Einrichtungen ähnliche Aktivitäten stattfinden.
Die nächsten 30 Tage werden kritisch sein, warnte er, da große Mengen an Hintergrundvereinbarungen, Verträgen und internationalen Verpflichtungen unbekannt bleiben. Diejenigen, die den ungarischen Interessen nicht schaden, werden veröffentlicht werden.
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Haushalt, landesweite Tournee, neues Kabinett
Der Haushalt muss aufgrund des massiven Defizits im ersten Quartal sofort geändert werden, sagte Magyar. Er wird seine landesweite Tournee unmittelbar nach der Amtsübergabe fortsetzen.
Er gab keine weiteren Kabinettsnamen bekannt, deutete aber an, dass Super-Ministerien aufgelöst werden sollen, so dass beispielsweise ein eigenständiges Bildungs- und Finanzministerium entsteht.
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