Budapester Versammlung billigt vollständige CCTV-Überwachung für alle Donaubrücken

Die Budapester Stadtverordnetenversammlung hat einem Vorschlag zugestimmt, ein umfassendes CCTV-Überwachungssystem auf allen Donaubrücken der Hauptstadt zu installieren, das sowohl die Fahrbahnen als auch die Fußgängerwege von Ende zu Ende abdeckt.
Donau-Brücken erhalten CCTV-Überwachung

Die Initiative wurde von Dávid Vitézy, dem Fraktionsvorsitzenden der Podmaniczky-Bewegung im Parlament, eingebracht und trotz des Widerstands der Fidesz-Fraktion mit deutlicher Mehrheit angenommen.
Laut Vitézy wird die Entscheidung es dem Bürgermeister von Budapest und Budapest Közút ermöglichen, mit den Vorbereitungen für die Installation eines modernen, einheitlichen Kameranetzes auf allen großen Brücken über die Donau zu beginnen.
Wie HVG schreibt, sind die Donaubrücken nicht nur ikonische Elemente des Budapester Stadtbildes, sondern auch eine der am stärksten befahrenen Verkehrsachsen der Stadt, was die Sicherheit zu einem kritischen Thema macht, insbesondere während der Nachtstunden.
Tragische Vorfälle führten zu der Entscheidung
In den letzten Jahren wurden mehrere tragische Vorfälle und ungeklärte Todesfälle mit Budapests Brücken in Verbindung gebracht. In vielen Fällen waren die Ermittler und die Öffentlichkeit auf unvollständige Aufnahmen angewiesen, die nur an den Brückeneingängen aufgezeichnet wurden, was eher zu Spekulationen als zu klaren Antworten führte.
Vitézy verwies auf die jüngsten Fälle, darunter das Verschwinden eines jungen Mannes, der von der Kettenbrücke gestürzt sein soll, und stellte fest, dass sich ähnliche Vorfälle in den letzten 15 Jahren wiederholt ereignet haben.
Die Befürworter der Maßnahme betonen, dass das geplante Überwachungssystem nicht symbolisch, sondern praktisch ist. Die Kameras werden sowohl den Autoverkehr als auch die Fußgängerbereiche auf der gesamten Länge jeder Brücke kontinuierlich überwachen. Vitézy argumentiert, dass die Überwachung des öffentlichen Raums nachweislich die öffentliche Sicherheit erhöht, von rechtswidrigem Verhalten abschreckt und eine schnellere und effektivere Reaktion in Notsituationen ermöglicht.
Die Fidesz-Mitglieder haben die Entscheidung nicht unterstützt
Er fügte hinzu, dass das System auch nach Unfällen oder verschwundenen Personen für entscheidende Klarheit sorgen könnte, indem es den Behörden hilft, zu ermitteln, was tatsächlich passiert ist, anstatt Familien und die Öffentlichkeit mit unbeantworteten Fragen zurückzulassen.
Während die Fidesz-Fraktion den Vorschlag nicht unterstützte, sprach sich die Mehrheit des Parlaments für den Plan aus, was die wachsende Sorge um die Sicherheit auf Budapests Brücken widerspiegelt. Wenn das neue Videoüberwachungsnetz wie geplant umgesetzt wird, könnte es einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Sicherheit und Transparenz in einigen der sensibelsten öffentlichen Räume der Stadt darstellen.

