Daten über in Russland gefundene ungarische Kriegsgefangene aus dem 2. Weltkrieg bestätigten sich als signifikant

Budapest, 5. März (MTI) Als historisch bedeutsam wurden kürzlich von einem ungarischen Experten in Russland gefundene Akten über etwa 420.000 ungarische WW2-Soldaten bestätigt, die in der Sowjetunion in Gefangenschaft gerieten, aber in ihre Heimat zurückkehren konnten, sagte Vilmos Kovács, der Leiter des Ungarischen Museums für Militärgeschichte sagte am Samstag gegenüber MTI.
Die Ankündigung über die Entdeckung von Akten durch einen ungarischen Archivar in einem russischen Staatsarchiv machte der Personalminister am 18. Februar. Zoltán Balog sagte Reportern nach einer Sitzung des Gulag-Gedenkkomitees in Budapest, dass die Daten digitalisiert werden, um sie zu erstellen für Historiker leichter für Forschungszwecke zugänglich zu machen Verteidigungsstaatssekretär Tamas Vargha sagte damals, dass es während des Zweiten Weltkriegs insgesamt etwa eine halbe Million ungarische Kriegsgefangene in der Sowjetunion gegeben habe. Daten zu den 48.000 Kriegsgefangenen, die in Gefangenschaft starben, waren verfügbar in den Archiven des Instituts und Museums für Militärgeschichte in Budapest, Daten über die Rückkehrer fehlten jedoch bisher.
Kovács sagte gegenüber MTI, dass ungarische Experten Kenntnis von der Existenz dieser Akten über ungarische Kriegsgefangene hätten, aber zuvor überhaupt keinen Zugang zu den Dokumenten gehabt hätten. Die Akten seien in russischem Staatsbesitz und dürften nicht ins Ausland gebracht werden, fügte er hinzu.
Er sagte, dass der ungarische Archivar, dessen Name nicht bekannt gegeben wurde, Belegexemplare einiger Akten angefertigt habe, um zu zeigen, dass jeder Kriegsgefangene personenbezogene Daten auf 3-6 Seiten aufgezeichnet habe, die Antworten auf etwa 40-50 Fragen enthielten. Dazu gehören Einzelheiten über die Einheit, in der die Person diente, den Ort, an dem sie in Gefangenschaft genommen wurde, und die persönliche Geschichte vor ihrem Dienstantritt in der Armee, sagte er.
Kovács sagte, dass die Akten zwar nicht verschoben werden könnten, die russische Seite jedoch eine Zusammenarbeit bei der Digitalisierung anbiete, deren Einzelheiten derzeit besprochen würden. Er sagte, er erwarte, dass die Fertigstellung eines Forschungsprojekts zu den Akten etwa drei Jahre dauern werde.
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