Der Chefankläger legt dem Parlament einen Bericht über die Arbeit des Amtes aus dem Jahr 2015 vor

Budapest (MTI) – Staatsanwalt Péter Polt hat am Donnerstag dem Parlament einen Bericht über die Arbeit seines Büros im Jahr 2015 vorgelegt.

Straftaten im Zusammenhang mit Massenmigration stellten im vergangenen Jahr die größte Herausforderung dar, teilte das Amt in einer Mitteilung mit.

Drei neue Straftaten wurden ab dem 15. September letzten Jahres in das Strafgesetzbuch aufgenommen: das illegale Überschreiten der versiegelten Grenze, die Beschädigung des Grenzzauns und die Behinderung des Zaunbaus Insgesamt wurden zwischen dem 15. September und dem 31. Dezember letzten Jahres 908 Personen als illegal Grenzübertritte registriert, in 796 Fällen endeten die Ermittlungen mit der Anklageerhebung und in 772 Fällen brachte die Staatsanwaltschaft die Täter im Schnellverfahren vor Gericht.

Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr insgesamt um 14,9 Prozent im Vergleich zu 2014 zurückgegangen. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 377.829 Straftaten gemeldet, im Jahr 2014 waren es 329.303 und im Vorjahr waren es 280.113. Es wurde ein Rückgang bei Tötungsdelikten, Vermögenskriminalität und ordnungswidrigem Verhalten registriert.

Gleichzeitig sei es zu einem Anstieg des Transplantats um 136 Prozent und des Menschenschmuggels um 82 Prozent gekommen, heißt es in der Erklärung.

Die Staatsanwaltschaft konzentrierte sich auch auf UmweltkriminalitätDie Straftaten mit Schäden am natürlichen Lebensraum gingen zurück, die Zahl der Umweltdelikte stieg jedoch leicht an.

Polt verwies auch auf eine intensivierte internationale Zusammenarbeit und hob die Zusammenarbeit von Eurojust mit Sitz in Den Haag hervor, die zu einem Anstieg der Zahl der in Ungarn bearbeiteten Fälle geführt habe. Eines der wichtigsten Ergebnisse sei die Beteiligung Ungarns seit 2015 an neuen Ermittlungsgruppen, von denen zwei von Ungarn initiiert wurden. Zu den gemeinsamen Ermittlungen gehören Bestechung im Zusammenhang mit dem Haushalt, Kinderpornografie, Menschenschmuggel im Zusammenhang mit Prostitution und auch illegaler Einwanderung, heißt es in Polts Bericht.

Foto: alfahir.hu

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *