Der Sprecher des Repräsentantenhauses plädiert für starke V4-Bindungen

Budapest (MTI) (MTI) Die Visegrád Four-Gruppierung aus Ungarn, der Tschechischen Republik, Polen und der Slowakei kann nur dann stark und unabhängig von äußeren Umständen sein, wenn sie enge Beziehungen untereinander eingehen, sagte Ungarns Parlamentspräsident.
Die V4 sollten in der Lage sein, diese Beziehungen so zu nutzen, dass sie die Stärken ihrer Länder bündeln können, sagte László Kövér in einem Interview, das das öffentlich-rechtliche Fernsehen M1 am Freitagabend ausstrahlte.
Die V4 umfassen einen Markt von rund 60 Millionen Menschen, etwa so groß wie ein westeuropäisches Land mit 60 Millionen Einwohnern, sagte Kövér und stellte gleichzeitig fest, dass das kombinierte BIP der V4 nicht dem entspricht eines solchen westeuropäischen Landes wie Frankreich.
Aber die vier Länder verfügen doch über genügend vereinte Kraft und Potenzial, um “eine ernsthafte Chance im Sinne einer Partnerschaft mit einem Land wie Deutschland” zu präsentieren, sagte er.
Kövér merkte an, dass die V4-Staaten in den letzten 25 Jahren auf ihren Entwicklungswegen sowohl Höhen als auch Tiefen durchgemacht hätten, inzwischen hätten die vier Länder gelernt, ihre Differenzen in Angelegenheiten beiseite zu legen, auf denen sie “wissen, dass sie keine gemeinsame Basis finden können” und sich auf solche konzentrieren können, an denen sie gemeinsame Interessen haben, sagte der Redner.
Er sagte, die V4 seien auch durch ihre gemeinsamen Grundwerte und Interessen verbunden. „Es gibt verbindliche Elemente zwischen den vier Ländern, die ihre Regierungen dazu inspirieren, zu versuchen, eine pragmatische Zusammenarbeit mit den anderen drei zu verfolgen, um ihre gemeinsamen Interessen zu fördern.“„Wir haben alle verstanden, dass die Europäische Union … ein Terrain für einen Interessenkampf ist”, sagte Kövér. Wenn die V4 also in diesem Kampf ihre Kräfte bündeln, können sie genug Gewicht haben, dass die älteren, westeuropäischen Mitgliedstaaten sie berücksichtigen müssen, fügte er hinzu.
Kövér sagte, die starke Beziehung zwischen Ungarn und Polen sei eine gewesen, die bewiesen habe, dass es für zwei Völker möglich sei, miteinander auszukommen und sich gleichzeitig auf die Beilegung ihrer Differenzen zu konzentrieren, wohlwissend, dass diese nur durch Zusammenarbeit beigelegt werden könnten.
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