Die atemberaubende Wiedergeburt des abgerissenen Budaer Schlosses Honvéd Headquarters – Fotos

Der Zweite Weltkrieg und das darauffolgende brutale kommunistische Regime haben die architektonischen Meisterwerke Budapests stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Gebäude des Honvéd-Hauptquartiers in der Budaer Burg erlitt verheerende Schäden und wurde dann aus ideologischen Gründen abgerissen, anstatt wieder aufgebaut zu werden. Der Wiederaufbau begann vor ein paar Jahren und erreicht nun eine neue, atemberaubende Phase.

Verschnörkelte korinthische Kapitelle für den Giebel

Dieses atemberaubende Rendering zeigt, wie die Fassade des wiederaufgebauten Honvéd-Hauptquartiers einen großen Giebel aufweisen wird, der stolz von vier hoch aufragenden Pilastern getragen wird. Jede massive Säule endet in einem exquisiten korinthischen Kapitell, und ihre Basen erheben sich bis zum ersten Stock. Diese kunstvoll geschnitzten Meisterwerke wurden soeben an ihren Platz gehievt und markieren einen weiteren aufregenden Meilenstein des Bauvorhabens.

New palace in the Buda Castle
Foto: FB/Nationales Hauszmann Programm
New palace in the Buda Castle
Foto: FB/Nationales Hauszmann-Programm

Im Rahmen des Nationalen Hauszmann-Programms begannen im März 2022 die Bauarbeiten zur Wiedererrichtung des Gebäudes am Dísz-Platz, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später unter der kommunistischen Herrschaft abgerissen wurde, anstatt es zu restaurieren. Das Original wurde von Mór Kallina entworfen und in nur drei Jahren zwischen 1879 und 1882 errichtet. Der heutige Wiederaufbau lässt die ursprüngliche Pracht originalgetreu wieder aufleben und ebnet den Weg für den Einzug des Militärhistorischen Instituts und Museums.

New palace in the Buda Castle
Ein Bild davon, wie das wiederaufgebaute Hauptquartier aussehen wird. Foto: FB/Nationales Hauszmann-Programm

Kuppel soll atemberaubende Aussicht von der Budaer Burg bieten

Nachdem die 4,2 Tonnen schweren Pilasterkapitelle – die fachmännisch aus Süttő-Kalkstein gehauen wurden – nun an ihrem Platz stehen, können der Giebel und seine Skulpturen Anfang nächsten Jahres folgen. “Der Giebel und seine Kunstwerke sind fertig und warten im Lager auf ihren endgültigen Platz in der ersten Hälfte des nächsten Jahres”, verkündet das Nationale Hauszmann-Programm auf Facebook.

New palace in the Buda Castle
Foto: FB/Nationales Hauszmann-Programm

Sobald das Gebäude fertiggestellt ist, wird es seine Türen für Besucher öffnen. Dann können Sie auch die neu errichtete Kuppel betreten, die einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadtteile Pest und Buda bietet.

Buda Castle's 2nd biggest dome almost ready
Auf der Spitze der Kuppel. Foto: Nationales Hauszmann-Programm/FB

PM Orbáns Freund baut den Palast wieder auf

Der Bauunternehmer für das Honvéd-Hauptquartier in der Budaer Burg ist Fejér B.Á.L. Zrt., das Familienunternehmen von Ungarns reichstem Mann, Lőrinc Mészáros. Dasselbe Unternehmen ist auch für die Generalunternehmerschaft des üppigen Anwesens der Familie Orbán in Hatvanpuszta zuständig. Premierminister Viktor Orbán und Mészáros sind Berichten zufolge eng miteinander befreundet, wobei Mészáros’ Firmen fast ausschließlich durch staatliche Aufträge, die nach dem Regierungswechsel 2010 gewonnen wurden, auf den Plan traten. Nach Angaben aus dem Jahr 2021 kostet der Umbau mindestens 33,67 Milliarden Forint.

New palace in the Buda Castle
Foto: FB/Nationales Hauszmann-Programm

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