Die Industrieproduktion Ungarns stieg im September um 7,8 Prozent

Budapest, 6. November (MTI) – Ungarns Industrieproduktion wuchs im September jährlich um 7,8 Prozent, teilte das Statistische Zentralamt (KSH) am Freitag in einer ersten Datenlesung mit.

Auch der um die Zahl der Arbeitstage bereinigte Index legte um 7,8 Prozent zu.

Im Monatsvergleich stieg die Industrieproduktion nach saison – und arbeitstäglich bereinigten Daten um 2,9 Prozent.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 stieg die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent.

Der KSH-Beamte Miklos Schindele sagte, der Fahrzeugbau sei im September weiterhin der Haupttreiber des industriellen Produktionswachstums gewesen. Der Anstieg im Monatsvergleich folgte auf entsprechende Rückgänge von 2,0 Prozent und 0,7 Prozent in den beiden vorangegangenen Monaten, fügte er hinzu. Er sagte, die Septemberdaten seien nicht durch den Volkswagen-Abgasskandal beeinflusst worden. Das Wachstum der Industrieproduktion habe im September wieder an Dynamik gewonnen, sagten Analysten gegenüber MTI und kommentierten die neuesten KSH-Statistiken.

Gergely Suppan von der Takarekbank sagte, das Wachstum der Industrieproduktion im gesamten Jahr könne 2015 7 Prozent übersteigen und prognostizierte für 2016 ein Wachstum von 5,5 Prozent. Er sagte, die Aussichten für Ungarns Automobilzulieferer seien weiterhin positiv und fügte hinzu, dass das Wachstum der Industrieproduktion aufgrund von Basiseffekten in den kommenden Monaten voraussichtlich erheblich sein werde Suppan wies auch auf den starken Anstieg des Industrievertrauens- und Einkaufsmanagerindex (PMI), den sich erholenden europäischen Automobilmarkt sowie die europäische und inländische Nachfrage hin. Bestimmte Segmente wie die Motorenherstellung oder die Gummiindustrie werden in der kommenden Zeit zusätzliche Kapazitäten verzeichnen, fügte er hinzu.

Andras Balatoni von der ING Bank prognostiziert für das Gesamtjahr 2015 ein Wachstum der Industrieproduktion von 6,2 Prozent.

Das Wirtschaftsministerium begrüßte die Zahlen und sagte, das Wachstum signalisiere, dass die ungarische Industrie immer noch Schwung habe. Das Ziel der Regierung sei, dass die Industrieproduktion bis 2020 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen werde, was über dem EU-Ziel von 20 Prozent liege, das Ungarn bereits erreicht habe, sagte stellvertretender Staatssekretär Aron Lenner dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen M1.

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