Die Mehrheit der Ungarn misstraut vom Ausland unterstützten NGOs

Budapest (MTI) – Laut einer am Mittwoch durchgeführten und veröffentlichten Umfrage der Századvég-Stiftung misstraut die Mehrheit der Ungarn zivilen Gruppen, die von ausländischen Unternehmen finanziert werden, vertraut aber den von Ungarn finanzierten.
Insgesamt gaben 56 Prozent der Befragten an, dass sie ungarischen NGOs vertrauen, während ausländisch unterstützte NGOs von 29 Prozent als vertrauenswürdig eingestuft wurden.
Unter den selbsternannten linken Sympathisanten gaben 61 Prozent an, dass sie zivilen Gruppen vertrauen, die von ausländischen Organisationen finanziert werden. Ganze 31 Prozent der selbsternannten Zentristen gaben an, solchen Organisationen zu vertrauen, während nur 13 Prozent der rechten Sympathisanten ihnen vertrauten, wie die Umfrage ergab.
Századvég stellte fest, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in Hochschuleinrichtungen am höchsten ist. Ganze 83 Prozent der Befragten vertrauten Universitäten und Hochschulen, während 66 Prozent von ihnen Vertrauen in öffentliche Schulen hatten. Es wurde festgestellt, dass von der Kirche finanzierte Schulen ein ähnliches Maß an Unterstützung haben, während insgesamt 60 Prozent sagten, sie vertrauten Kirchen im Allgemeinen.
Die Umfrage ergab auch, dass die Mehrheit der Ungarn auch der Armee und der Polizei vertraut, wobei 79 Prozent erstere und 77 Prozent letztere als vertrauenswürdig ansehen Insgesamt vertrauten 64 Prozent dem Verfassungsgericht und 63 Prozent empfanden die Gerichte auch als grundsätzlich vertrauenswürdig.
Der Umfrage zufolge stehen auch die Ungarn internationalen Organisationen positiv gegenüber, wobei die NATO und die Vereinten Nationen jeweils von 69 Prozent der Befragten als vertrauenswürdig und die Europäische Union von 62 Prozent als vertrauenswürdig eingestuft werden.
Die Telefonbefragung wurde zwischen dem 2. und 10. Februar mit einer Stichprobe von 1.000 Erwachsenen durchgeführt.

