Die Polizei richtete von Kiskunhalas ein neues Migrantenlager ein

Budapest, 27. Juni (MTI) „Die ungarischen Einwanderungsbehörden haben ein neues Lager für Migranten eingerichtet, die etwas außerhalb von Kiskunhalas in Südungarn einreisen, berichtete der MTI-Korrespondent von der Website.
Die auf einer Fläche von 200 mal 200 Metern auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne errichteten Zelte standen am Samstagmorgen.
Die Zelte werden eine Kapazität haben, um etwa 1.000 Migranten unterzubringen, die wegen illegaler Einreise in das Land unter 24-Stunden-Arrest gestellt wurden. Hier werden die Migranten registriert und entschieden, ob sie einen Asylantrag stellen würden oder ob gegen sie ein Polizeiverfahren eingeleitet würde.
Die Polizei in der Grenzstadt Roszke im Süden teilte MTI am Samstag mit, dass die in Lagern nahe der Grenze zu Serbien untergebrachten Migranten betreut würden und “die Vorkehrungen zufriedenstellend seien”. Alle Presseberichte, die etwas anderes suggerieren, seien lediglich “Medienhysterie”, teilte die Polizei in einer Erklärung mit.
Nach Angaben der Polizei wurden am Freitag insgesamt 1.087 illegale Einreisende, darunter 159 Kinder, an der Grenze zu Serbien angehalten.
Unterdessen sagte der Gesetzgeber des Wahlkreises Bicske, dem Standort von Ungarns größtem Flüchtlingslager westlich von Budapest, dass die Anwohner die Regeln von vor 2012 wiederherstellen und die Bewegung von Migranten durch die Abriegelung der Lager einschränken wollen. Zoltan Tessely (Fidesz) sagte, die Regierung solle neben dem versprochenen Zaun an der Grenze weitere Verschärfungen für illegale Migration einführen, was die Einwohner von Bicske begrüßen.
Er sagte, das Lager in Bicske habe eine Kapazität für 350 Personen, gegenüber früher 462, dennoch seien dort etwa 1.100 Menschen untergebracht. Tessely begrüßte das Ergebnis der Gespräche in Brüssel, die Premierminister Viktor Orban am Freitag geführt hatte.
Im Zuge eines am Freitag endenden EU-Gipfels wurden Ungarn und Bulgarien Ausnahmen von einer freiwilligen Vereinbarung zur gemeinsamen Nutzung von 60.000 Migranten gewährt “Was im Text steht, schützt und dient den Interessen des ungarischen Volkes”, sagte Orban am Freitag und versprach, dass Ungarn an seiner Südgrenze noch einen Zaun errichten werde, um die illegale Einreise einzudämmen.
Foto: MTI

