Ehemaliger ungarischer Sicherheitsbeauftragter warnt vor möglichen Provokationen durch Russland am Wahltag

Ein ehemaliger ungarischer Sicherheitsbeamter, Péter Buda, hat behauptet, dass sich Personen, die mit russischen Geheimdienstoperationen in Verbindung stehen, bereits in Ungarn aufhalten und eine Provokation im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen 2026 vorbereiten könnten. Skripte von Provokationen mit russischen Verbindungen:
In der Totem-Show erklärte Buda, dass die russisch-ungarische Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Wahl möglicherweise über eine “Informationsphase” hinausgeht und in ein Stadium übergeht, das physische, möglicherweise gewalttätige Aktionen beinhalten könnte. Seine Kommentare wurden von Szeretlek Magyarország berichtet.
Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass es sich bei Budas Aussagen um Expertenkommentare und Behauptungen handelt. Er bezog sich auf Muster und Informationen, die er als aus zuverlässigen Quellen stammend bezeichnete, aber es wurden keine öffentlichen, unabhängig überprüften Beweise zu den Behauptungen vorgelegt.
Russische Provokation: “Ein Drehbuch”, das die Proteste nach den Wahlen diskreditieren soll
Buda deutete an, dass ein Hauptziel darin bestehen könnte, mögliche Demonstrationen der Opposition nach einem knappen Sieg der Regierung zu delegitimieren und zu diskreditieren, indem sie als gewalttätig dargestellt werden, um ein härteres Vorgehen der Behörden zu rechtfertigen.
Seiner Meinung nach passen die jüngsten Vorfälle und Botschaften in ein, wie er es nannte , “bereits geschriebenes Drehbuch”. Er verwies auf die Ereignisse in der Nähe der serbischen Grenze, die er als eine Aktion unter “falscher Flagge” bezeichnete, und auf die Rhetorik von Regierungsvertretern, die seiner Meinung nach dazu dienen, künftige Proteste präventiv als gefährlich oder ungesetzlich darzustellen.
Als Beispiel nannte er eine Aussage des Fidesz-Politikers Gyula Budai, der behauptete, die Theiß-Partei bereite Morde vor. Buda argumentierte, dass solche Äußerungen zu einem breiteren Spektrum von Argumenten passen, die darauf abzielen, die Legitimität jeder Mobilisierung der Opposition nach der Wahl zu untergraben.
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Behauptungen über russische Desinformationsnarrativen
Buda behauptete auch, dass einige Elemente des regierungsseitigen Narrativs Themen aufgreifen, die seit langem mit russischen Desinformations-Ökosystemen in anderen Ländern in Verbindung gebracht werden.
Er verwies auf immer wiederkehrende Geschichten über angebliche “Provokateure” – darunter Behauptungen über verkleidete Ukrainer, die gewaltsame Unruhen organisieren, das Parlament stürmen und die Polizei angreifen – und behauptete, dass ähnliche Inhalte auch in Ungarn kursieren, manchmal verstärkt durch regierungsnahe Medien und politische Akteure.
Laut Buda besteht das Ziel darin, ein chaotisches, destabilisierendes Umfeld zu schaffen und die öffentliche Meinung auf ein hartes Durchgreifen vorzubereiten, indem die Unruhen als eine von außen kommende Sicherheitsbedrohung und nicht als innenpolitischer Dissens dargestellt werden.
Wer sind die Leute, die “Beton gießen und Holz sägen”?
Einer von Budas markantesten Sätzen war seine Andeutung, dass bestimmte russische Agenten bereits im Land sein könnten – nicht unbedingt uniformierte Geheimdienstler, sondern Leute, die er als “politische Ingenieure” und “Handwerker” bezeichnete, die “Beton gießen und Holz sägen”.
In seinem Rahmen würden die “Ingenieure” eine Operation planen und leiten, während die “Handwerker” die Umsetzung vor Ort übernehmen würden. Er sagte, dass diese Personen nicht mit GRU-Offizieren identisch seien, sondern eher Akteure vor Ort, die mit der verdeckten Planung und Ausführung verbunden sind.
Buda sagte, dass es davon abhängt, wie sich die Situation entwickelt, was sie tun werden. Er schloss nicht aus, dass sie versuchen werden, die Unruhen zu verstärken, aber er deutete an, dass sie sich eher auf die Demonstrationen nach den Wahlen konzentrieren werden, insbesondere wenn das Ergebnis knapp ausfällt.
Auch hier handelt es sich um Behauptungen, und die Leser sollten sie als solche behandeln, sofern sie nicht durch offizielle Erklärungen oder verifizierte Berichte bestätigt werden.
Hintergrund für Leser im Ausland: Warum die Behauptungen wichtig sind
Ungarn stand im Mittelpunkt wiederholter Debatten innerhalb der EU und der NATO über seine Beziehungen zu Russland, einschließlich politischer Botschaften, Energieabhängigkeit und Bedenken wegen Desinformation.
Budas Äußerungen fügen sich in diese breitere Diskussion ein, werfen aber auch heikle Fragen über die Integrität von Wahlen und die öffentliche Ordnung auf – Themen, die während des Wahlkampfs häufig zu stark polarisierenden Darstellungen führen.
Im weiteren Verlauf des Wahltages werden Beobachter wahrscheinlich darauf achten, (1) ob die Behörden vor Desinformation oder Provokationen warnen, (2) ob die politischen Akteure die Behauptungen über Gewalt eskalieren und (3) wie etwaige Proteste in den Stunden und Tagen nach der Bekanntgabe der Ergebnisse beschrieben und polizeilich verfolgt werden.
Vollständiges Video auf Ungarisch HIER.
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