Ein weiterer ungarischer Staatsbürger ist aus der Haft in Venezuela entlassen worden

Ein weiterer ungarischer Staatsbürger ist aus der Haft in Venezuela entlassen worden, teilte Außenminister Péter Szijjártó am Freitag mit und bestätigte damit, dass zwei von drei inhaftierten Ungarn nun frei sind.

In einer Videobotschaft, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, sagte Szijjártó, die venezolanischen Behörden hätten die Frau in Anwesenheit des ungarischen Honorarkonsuls in Caracas freigelassen. Die ungarische Staatsbürgerin war zuvor als Mitglied der internationalen Besatzung eines Forschungsschiffes, das in der Nähe der venezolanischen Küste operierte, festgenommen worden.

Diplomatische Zusammenarbeit führte zur Freilassung

Nach Angaben des Außenministers arbeiteten die ungarischen diplomatischen Dienste eng mit dem örtlichen niederländischen Konsulat zusammen und standen seit einer kürzlich erfolgten diplomatischen Operation unter Führung der USA in Caracas auch in ständigem Kontakt mit amerikanischen Partnern, um die Freilassung der Frau sicherzustellen. “Diese Bemühungen haben sich nun ausgezahlt”, sagte Szijjártó und fügte hinzu, dass die Frau frei und in Sicherheit ist und derzeit von Ungarns Honorarkonsul begleitet wird. Die Vorbereitungen für ihre Rückkehr nach Ungarn sind bereits im Gange.

Forschungsschiff vor venezolanischen Gewässern festgehalten

Obwohl das Ministerium ihre Identität zunächst nicht bestätigte, geht aus dem Bericht von Telex hervor, dass es sich bei der freigelassenen Inhaftierten um Zsuzsanna Bossányi handelt. Sie wurde Mitte Juni letzten Jahres an Bord eines unter der Flagge Panamas fahrenden Forschungsschiffes festgenommen. Das Schiff befand sich Berichten zufolge in venezolanischen Gewässern, um im Rahmen einer Expedition nach Schiffswracks aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg zu suchen.

Nachdem das Schiff am 12. Juni 2025 den Kontakt verloren hatte, stellte sich später heraus, dass die venezolanischen Behörden die Besatzung festgenommen hatten. Ersten Berichten zufolge wurde das gesamte Forschungsteam wegen des Verdachts auf Spionage und Terrorismus verhaftet, obwohl seitdem keine formelle Anklage gegen sie erhoben wurde.

Inhaftierung in Caracas und keine formelle Anklage

Bossányi wurde Berichten zufolge getrennt von ihren männlichen Kollegen festgehalten und in das Frauengefängnis La Crisálida bei Caracas gebracht. Nach ihrer Inhaftierung kontaktierte sie die ungarischen Vertreter im Land, woraufhin die ungarische Botschaft die venezolanischen Behörden um eine offizielle Klärung bat. Einzelheiten der Untersuchung wurden jedoch nicht bekannt gegeben.

Ein ungarischer Staatsbürger immer noch in Gewahrsam

Szijjártó bestätigte, dass mit ihrer Freilassung zwei der drei ungarischen Staatsbürger, von denen bekannt ist, dass sie in Venezuela inhaftiert waren, nun frei sind. Ein ungarischer Staatsbürger befindet sich noch in Haft. Der Außenminister versprach, dass die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt werden, bis auch seine Freilassung sichergestellt ist.

Dank der niederländischen und US-amerikanischen Partner

Der Minister dankte auch den niederländischen Partnern für ihre enge Zusammenarbeit vor Ort und wies darauf hin, dass der ungarische Honorarkonsul während des gesamten Prozesses mit ihnen zusammengearbeitet hat. Er bedankte sich auch bei den Vereinigten Staaten und sagte, dass die laufende Koordination seit der jüngsten diplomatischen Intervention Washingtons in Caracas zur Freilassung mehrerer politischer Gefangener in Venezuela, darunter auch Ungarn, beigetragen habe.

Ein weiterer ungarischer Staatsbürger wurde Berichten zufolge Anfang dieser Woche freigelassen, eine Entwicklung, die zuvor nicht öffentlich bekannt gegeben worden war. Die Regierung hat keine weiteren Informationen über die verbleibenden Häftlinge oder die Umstände ihrer Inhaftierung veröffentlicht.

Das ungarische Außenministerium hat bekräftigt, dass die Sicherheit und Rückführung aller ungarischen Staatsbürger, die im Ausland inhaftiert sind, weiterhin Priorität hat und alle verfügbaren diplomatischen Kanäle genutzt werden, um dieses Ziel zu erreichen.

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