Ein weiteres Hotel für Budapest geplant: Der Investor hinter “Mini-Dubai” gibt nicht auf

Eagle Hills hat einen weiteren Schritt getan, um seine Ambitionen für Budapest zu verwirklichen. Nach dem Scheitern der für Rákosrendező (im Budapester Bezirk XIV) geplanten “Mini-Dubai”-Entwicklung will das Unternehmen nun mehrere Varianten der Hotelmarke Bristol in Ungarn anmelden.
Einem Bericht von G7 zufolge hat das Unternehmen vier Markenanmeldungen beim ungarischen Amt für geistiges Eigentum eingereicht, was auf ernsthafte Expansionspläne im Hotelsektor der Hauptstadt hindeutet.
Dies sind die Namen, die der “Mini-Dubai”-Investor in Budapest verwenden möchte
Das Unternehmen strebt die exklusiven Rechte zur Nutzung der Namen Bristol Danube Palace, Bristol Éclat Retreat, Bristol Lionsgate Hotel und Bristol Bellevue Hotel an. Wenn das Amt den Anträgen zustimmt, dürfte nur Eagle Hills in Zukunft Unterkünfte unter diesen Namen betreiben.
Obwohl das Verfahren voraussichtlich erfolgreich abgeschlossen wird, könnte es durch die Tatsache erschwert werden, dass es in Budapest bereits ein Hotel namens Bristol gibt, das von Accent Hotel Management betrieben wird.
Ein “bekanntes Gesicht” bereitet ein neues Projekt in der Hauptstadt vor

Eagle Hills machte erstmals mit seinen großartigen Entwicklungsplänen für das Rákosrendező-Gelände auf sich aufmerksam. Anfang dieses Jahres wollte die ungarische Tochtergesellschaft des Unternehmens das Gebiet für 50,9 Milliarden Forint (132,74 Millionen Euro) von der ungarischen Nationalen Vermögensverwaltungsgesellschaft (MNV) kaufen, um dort einen völlig neuen Stadtteil zu bauen. Das Projekt scheiterte jedoch am Widerstand der Stadt und an der Ausübung des Vorkaufsrechts.
Trotz dieses Rückschlags hat der Investor Budapest nicht den Rücken gekehrt. Nur wenige Monate später kaufte er dem Staat den Palast des Innenministeriums am Széchenyi-Platz für mehr als 50 Milliarden Forint (130,35 Millionen Euro) ab – eine Immobilie, die die MNV zuvor für prominente Nutzungen wie ein Luxushotel vorgeschlagen hatte.
Aufgrund der neu eingereichten Markenanmeldungen wird es immer wahrscheinlicher, dass das Unternehmen tatsächlich ein Hotel in dem beeindruckenden Gebäude errichten will.
Ein starker Markenname für den “Mini-Dubai”-Investor
Die Marke Bristol wäre eine passende Wahl: Ihr Namensgeber ist ein historisches Hotel in Belgrad, das in diesem Jahr nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet wurde. Seitdem hat die Marke nach Albanien, Äthiopien und in die Vereinigten Arabischen Emirate expandiert, ein weiteres Haus wird derzeit in Marokko gebaut.
Wenn Eagle Hills den Palast am Széchenyi-Platz in ein Hotel umwandelt, ist die Eröffnung noch in weiter Ferne. Das Innenministerium muss die Räumlichkeiten erst im nächsten Jahr räumen, und auch die zu erwartenden Renovierungsarbeiten könnten noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch erscheint es immer plausibler, dass nach dem Belgrader Bristol bald auch in Budapest das neue Premium-Hotel des arabischen Investors entstehen könnte.

