Eine halbe Million Tonnen Öl und HIMARS-Systeme: Ungarn hat ein großes Abkommen mit den Vereinigten Staaten geschlossen

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Ungarn hat im Anschluss an einen hochrangigen Besuch von JD Vance eine Reihe weitreichender Abkommen mit den Vereinigten Staaten in den Bereichen Energie, Verteidigung und Spitzentechnologie geschlossen. Die Abkommen signalisieren die Stärkung der wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Laut dem Portal 24.hu zählt das Energieabkommen zu einem der bedeutendsten geschlossenen Vereinbarungen. Daran beteiligt ist der ungarische Ölkonzern der MOL Group, das zukünftig 510.000 Tonnen Rohöl von US-Lieferanten beziehen wird. Das Geschäft kostete rund 500 Millionen USD und soll zur Diversifizierung der ungarischen Energieversorgung beitragen.

JD Vance Viktor Orbán press conference Hungary
Foto: Anadolu/Jakub Porzycki

Nukleare Ambitionen und Innovationen im Gesundheitswesen

Ungarn strebt auch eine Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie an. Die staatseigene MVM Group hat vorläufige Vereinbarungen mit großen US-Firmen unterzeichnet, darunter Westinghouse Electric Company, GE Vernova und Holtec International. Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Bewertung der Technologie für kleine modulare Reaktoren (Small Modular Reactor, SMR) mit dem Potenzial für bis zu zehn Reaktoren im Wert von bis zu 20 Milliarden USD.

Unabhängig davon hat GE Healthcare eine Partnerschaft mit der Semmelweis-Universität geschlossen, um ein KI-gesteuertes Onkologiezentrum in Budapest zu errichten, das die Krebsdiagnose und -behandlung verbessern soll.

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Digitale Upgrades und Ausbau der Verteidigung

Im digitalen Bereich hat sich Microsoft bereit erklärt, die ungarische Regierung mit einer Cloud-basierten Infrastruktur zu unterstützen. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit der Gábor Dénes Universität zusammen, um KI und digitale Schulungen für kleine und mittlere Unternehmen anzubieten.

Auch die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich hat sich intensiviert. Ungarn plant die Anschaffung von HIMARS-Raketensystemen im Wert von 700 Millionen USD, um die Interoperabilität mit den NATO-Streitkräften zu verbessern. Das ungarische Unternehmen 4iG wird mit L3Harris Technologies zusammenarbeiten, um fortschrittliche Kommunikationssysteme in das System zu integrieren.

Weitere Vereinbarungen mit Northrop Grumman deuten auf künftige Satellitenentwicklungsprojekte hin und unterstreichen die wachsenden Ambitionen Ungarns in der Verteidigungs- und Raumfahrttechnologie.

Gekennzeichnetes Bild: JD Vance/Facebook

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