Es gibt eine neue Theorie über außerirdische Kommunikation: Aber was ist die Verbindung zu Glühwürmchen?

Einer neuen Studie zufolge beruht die fortgeschrittene außerirdische Kommunikation möglicherweise nicht auf Radiowellen, sondern auf subtilen, wiederholten Lichtblitzen. Überraschenderweise könnten uns Glühwürmchen dabei helfen, dieses Phänomen zu verstehen, und damit möglicherweise langjährige Annahmen über außerirdisches Leben revolutionieren.

Seit Jahrzehnten verfolgt die Suche nach außerirdischen Zivilisationen in erster Linie einen technologiebasierten Ansatz. Die weltweit führende Organisation für die Suche nach außerirdischem Leben, das SETI-Institut, überwacht hauptsächlich Radiosignale von fernen Exoplaneten und versucht, Wärmeemissionen von hypothetischen Megastrukturen wie Dyson-Sphären zu entdecken. Diese Strategie basiert auf der Annahme, dass die außerirdische Kommunikation unserer eigenen ähneln könnte.

Eine neue Studie schlägt jedoch einen radikal anderen Ansatz vor. Die Forscher schlagen vor, dass die Kommunikation zwischen fortgeschrittenen Außerirdischen auf Lichtsignalen beruhen könnte und dass Glühwürmchen überraschende Einblicke in die Funktionsweise eines solchen Systems bieten könnten.

Die Bedeutung der Glühwürmchen

Auf der Erde erzeugen Glühwürmchen durch interne chemische Reaktionen regelmäßige, sich wiederholende Lichtsignale. Diese Lichtblitze dienen in erster Linie der Paarung, aber die Muster variieren von Art zu Art und ermöglichen es den Individuen, sich gegenseitig zu erkennen. Obwohl diese Signale einfach sind, stellen sie ein wirksames Mittel zur Kommunikation dar.

Die Forscher vermuten, dass eine hoch entwickelte außerirdische Zivilisation auf ähnliche Weise Botschaften in den Weltraum senden könnte. Blitze, die zunächst zufällig erscheinen, könnten in Wirklichkeit komplexe Systeme kodieren oder als wiederholte Leuchtfeuer fungieren, die es anderen Zivilisationen – möglicherweise auch der Menschheit – ermöglichen, sie zu erkennen und zu entschlüsseln.

Das Universum ist bereits voll von natürlichen, aber oft schlecht verstandenen Lichtsignalen, was bedeutet, dass künstliche Signale leicht unter ihnen versteckt werden könnten. Folglich könnte die außerirdische Kommunikation völlig unentdeckt bleiben.

Anthropozentrische Voreingenommenheit bei der Suche nach außerirdischer Kommunikation

Die Autoren weisen auf das Problem der anthropozentrischen Voreingenommenheit hin – die Tendenz, nicht-menschliche Intelligenz aus einer menschlichen Perspektive zu interpretieren. Diese Voreingenommenheit bedeutet, dass wir oft nur nach Signalen suchen, die unseren eigenen Kommunikationsformen ähneln und dabei möglicherweise völlig andere Methoden übersehen.

Wenn die außerirdische Kommunikation tatsächlich mit der von Glühwürmchen vergleichbar ist, könnte dies tiefgreifende Auswirkungen haben, unser Denken erweitern und die Wissenschaft zu neuen Erkennungsstrategien führen.

Pulsare als mögliche Analoga

Die Studie analysierte auch die Lichtsignale von über 150 Pulsaren – schnell rotierende, stark magnetisierte Neutronensterne. Pulsare senden eine regelmäßige elektromagnetische Strahlung aus, die in mancher Hinsicht den Blinkmustern von Glühwürmchen ähnelt.

Obwohl keine künstlichen Signale identifiziert wurden, fanden die Forscher mehrere Parallelen zwischen Pulsaren und biologischer, lichtbasierter Kommunikation. Auf der Grundlage dieser Beobachtungen schlugen sie Strategien zur Erkennung von Blitzen vor, die von natürlichen Phänomenen abweichen und auf einen intelligenten Ursprung hinweisen könnten.

UFO
Foto: Pixabay

Radiowellen rücken in den Hintergrund

Nach Ansicht des Forschungsteams wird sich die lichtbasierte Kommunikation am ehesten in Zivilisationen entwickeln, die über die weit verbreitete Nutzung von Radiowellen hinausgegangen sind. Interessanterweise vollzieht sich auf der Erde ein ähnlicher Trend, da moderne Kommunikationssatelliten zunehmend gezieltere und konzentriertere Signale verwenden.

Dies deutet darauf hin, dass sich eine fortgeschrittene Zivilisation bewusst für alternative Kommunikationsmethoden entscheiden könnte, die weniger auffällig, aber dennoch sehr effizient sind.

Eine neue Richtung bei der Suche nach außerirdischem Leben

Estelle Janin, eine der Autorinnen der Studie, unterstreicht, dass Kommunikation ein grundlegendes Merkmal allen Lebens ist und viele verschiedene Formen annehmen kann. Das Studium der nicht-menschlichen Kommunikation kann dazu beitragen, unsere Perspektive auf außerirdische Intelligenz zu erweitern.

Die Forscher betonen, dass ihre Arbeit in erster Linie ein Gedankenexperiment ist, das die Zusammenarbeit zwischen SETI-Forschern und Experten für Tierkommunikation fördern soll. Ihr Ziel ist es, neue, kreative Ansätze zur Erforschung außerirdischer Kommunikation und zur Suche nach außerirdischem Leben zu inspirieren.

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