Es sieht düster aus: Eine massive neue Krise zeichnet sich ab, und Ungarn könnte zu den größten Verlierern gehören

Der Iran hat nun offiziell die Straße von Hormuz abgeriegelt, die lebenswichtige Arterie, durch die ein beträchtlicher Teil der weltweiten Öl- und LNG-Lieferungen fließt. Während dies die Nachfrage nach russischem Öl und Gas ankurbeln könnte, könnte es eine neue Krise für die Wirtschaft von Ländern wie Ungarn bedeuten.
Neue Krise am Horizont
Einem Bericht von Pénzcentrum zufolge könnte die Schließung den Ölpreis auf 100 bis 120 Dollar pro Barrel in die Höhe treiben und Ungarn und Teile der Europäischen Union unter einen heftigen Inflationsdruck setzen. Mittel- und Osteuropa, darunter auch Ungarn, ist nach wie vor auf Energieimporte angewiesen. Mit Ausnahme von Ungarn und der Slowakei haben sich alle Länder der Region von den russischen Lieferungen verabschiedet – doch die alternativen Quellen könnten versiegen, wenn sich der Konflikt mit dem Iran weiter hinzieht. Selbst Präsident Trump ist wenig erfreut: Die US-Militärplaner rechneten ursprünglich mit 3 bis 4 Wochen, doch ein langwieriger Krieg scheint jetzt nur allzu wahrscheinlich.

Amerikas Ziel ist es, die Fähigkeiten des Irans zu lähmen und die Meerenge zu blockieren. Aber das ist keine schnelle Lösung. Nur wenige Schifffahrtsunternehmen würden bereitwillig Besatzungen durch die engste Stelle der Meerenge schicken, die gerade einmal 3 km breit ist.
Ungarn kann einer der größten Verlierer sein
Experten, die von der türkischen Anadolu Agency zitiert werden, warnen vor seismischen Auswirkungen auf die ganze Welt. Ein Fünftel der weltweiten LNG-Ladungen passieren dieses Gebiet und versorgen Kraftwerke wie China, Japan, Indien und Südkorea, während Europa in gefährlicher Weise exponiert bleibt.

Die Auswirkungen gehen über Öl und Gas hinaus und betreffen alle Arten von Fracht. In diesem Kriegsgebiet könnten Spediteure den Nahen Osten ganz meiden, den Suezkanal umgehen und einen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung machen, was die Geschäftskosten in die Höhe treiben würde.
Das Ergebnis? Chronische Lieferschwierigkeiten, verlängerte Lieferzeiten und explodierende Kraftstoffpreise, die die Frachtraten auf breiter Front in die Höhe treiben werden.
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