Europäische Außen- und Verteidigungsminister in Brüssel – Ungarn spricht sich für eine europäische Verteidigungszusammenarbeit aus

Brüssel, 6. März (MTI) 6. März (MTI) Ungarn unterstützt die Stärkung der europäischen Verteidigungszusammenarbeit, Pläne zur Aufstellung einer gemeinsamen europäischen Armee und den Aufbau europäischer Fähigkeiten zur Einleitung von Friedensmissionen in seiner Nachbarschaft, sagte Péter Szijjártó am Montag.

Nach einem Treffen der europäischen Außen- und Verteidigungsminister in Brüssel betonte der ungarische Außenminister, dass der jüngste „massive und unkontrollierte Zustrom von Migranten“mit einem „beispiellosen Anstieg der Bedrohung durch den Terrorismus” einhergehe, was es erfordere, Sicherheit zu einer obersten politischen Priorität zu machen Europa.

Die EU müsse durch “Verstärkung des europäischen Beines der NATO” eine “vernünftige” Antwort auf die Sicherheitslage geben, sagte Szijjártó.

Die Verteidigungsfähigkeiten der EU sollten in Abstimmung mit der NATO ausgebaut werden, um Überschneidungen zu vermeiden, sagte er.

Szijjártó bestand darauf, dass die Sicherheitszusammenarbeit weiterhin im Rahmen der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit angegangen werden sollte.

Er betonte die Bedeutung der Stabilität in der Nachbarschaft Europas, die eine Voraussetzung dafür sei, dass die EU außerhalb ihres Hoheitsgebiets Registrierungszentren einrichte, um den Migrationsdruck auf die Union abzumildern.

Szijjártó sagte, er stimme mit seinem ägyptischen Amtskollegen Sameh Shoukry, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm, darin überein, dass die Stabilität Europas weitgehend von der Stabilität Ägyptens abhänge.

Er sagte, dass in Ägypten etwa 5 Millionen Menschen bereit seien, nach Europa aufzubrechen. Die Minister forderten Brüssel daher auf, eine ägyptische Kampagne zu unterstützen, um sie über die Gefahren illegaler Migration zu informieren.

Szijjártó bezeichnete die EU-Integration als den wirksamsten Weg, Spannungen und Konflikte im Westbalkan zu überwinden.

Das Versäumnis der EU, die Integration der westlichen Balkanländer zu beschleunigen und ihre Politik der “unkontrollierten” Intervention in die inneren Angelegenheiten Mazedoniens und in die Minderheitenpolitik Serbiens aufzugeben, könnte “unvorhersehbare Folgen” für die Stabilität dieser Region und die Sicherheit Europas insgesamt haben, sagte er.

Foto: AÁrpád Szabó

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