Fidesz bittet die Regierung, sich wegen des Quotensystems an den EuGH zu wenden

Budapest, 6. November (MTI) – Die regierende Fidesz-Partei wird am Freitag dem Parlament einen Gesetzentwurf vorlegen, der im Falle seiner Verabschiedung die Regierung dazu verpflichten würde, sich wegen des obligatorischen Migrantenquotensystems der Europäischen Union an den Europäischen Gerichtshof zu wenden, Gergely Gulyas, den Stellvertreter der Partei Fraktionsvorsitzender, sagte.

Gemäß dem Gesetzentwurf wäre die Regierung gehalten, beim EuGH die Aufhebung der Entschließung über die Umverteilung von 120 000 Asylbewerbern unter den EU-Mitgliedstaaten zu beantragenDie Regelung würde eine anfängliche Umverteilung von 66 000 Asylbewerbern aus Italien und Griechenland vorsehenDas Parlament soll Anfang Dezember über den Gesetzentwurf abstimmen, sagte Gulyas.

Gulyas bekräftigte die Haltung seiner Partei, dass die Regelung “undurchführbar sei, aber auch gegen EU-Recht verstoße, weil sie nicht im Gesetzgebungsverfahren der EU angenommen worden sei und somit die nationalen Parlamente umgangen werde” Gulyas sagte, es sei “offensichtlich”, dass die Annahme der Resolution zu den Migrantenquoten gegen EU-Gesetze verstoße, die die Rolle der nationalen Parlamente betreffen.

Gulyas stellte fest, dass Ungarn ebenso wie die Slowakei, die Tschechische Republik und Rumänien gegen den Vorschlag gestimmt hätten, während Finnland sich der Stimme enthielt.

Janos Halasz, Sprecher der Fidesz-Fraktion, sagte, die Resolution sei “rechtswidrig, sinnlos und gefährlich” Er sagte, sie sei rechtswidrig, weil Brüssel “nicht das Recht habe, uns eine Lösung aufzuzwingen, die wir nicht wollen” und sinnlos, weil sie “als Einladung” an weitere Millionen Menschen dienen werdeHalasz sagte, der Vorschlag sei eine Gefahr für die “kulturelle Identität” Europas, weil er die Kriminalität und die Bedrohung durch den Terrorismus verstärken würde, Er bat die Oppositionsparteien, den Gesetzentwurf ebenfalls zu unterstützen.

Fidesz begann am Freitag mit der Unterschriftensammlung für seine Petition gegen das Quotensystem in Pecs in Südungarn.

Foto: MTI

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *