Fidesz fordert Tag der Debatte über Migration

Budapest, 12. Februar (MTI) – Das regierende Bündnis Fidesz-Christlich-Demokraten hat zu einem Tag der Debatte im Parlament über das Thema Migration und das von der Europäischen Union vorgeschlagene Migrantenquotensystem aufgerufen, sagte Fidesz‘Fraktionsvorsitzender am Freitag.

Lajos Kósa sagte auf einer Pressekonferenz im Anschluss an ein Gruppentreffen im Ferienort Lillafured, dass die Regierungspartei die Regierung aufgefordert habe, eine Informationskampagne für Auslandsreisende, insbesondere junge Menschen, zu starten und sie auf die Gefahren und die sich verschlechternde öffentliche Sicherheit in Europa aufmerksam zu machen.

Ministerpräsident Viktor Orbán wird am Montagmorgen Fraktionsvorsitzende, Ausschusschefs und Abgeordnete im Großen Europäischen Ausschuss über seine geplanten Gespräche für die Woche informierenVisegrad Vier Gespräche werden am Montag und ein Gipfeltreffen in Brüssel in der zweiten Wochenhälfte stattfinden, sagte Kósa.

Der Tag der Migrationsdebatte werde voraussichtlich in der Woche ab dem 29. Februar im Parlament stattfinden, fügte er hinzu.

Zwischen der Europäischen Union und der Türkei bestehe ein nicht-öffentliches Hintergrundabkommen über die Übersiedlung von 400 000-500 000 Migranten aus der Türkei in die EU, sagte erDas Gipfeltreffen in Brüssel nächste Woche werde zeigen, ob versucht werde, dieses Szenario durchzusetzen, dessen Hauptelement die obligatorische Migrantenquote sein werdeDer EU-Kommissar für Migration, Inneres und Staatsbürgerschaft Dimitris Avramopoulos habe bereits einen Brief an Ungarn geschickt, in dem er die Aufnahme einer Regelung forderte, fügte Kósa hinzu.

Er bestand darauf, dass auch ein anderes Szenario, bei dem die Türkei die Migrationswelle nicht stoppen würde, gefährlich sei.

Kósa zitierte internationale Schätzungen, denen zufolge 30-38 Millionen Menschen ihre Heimat bereits verlassen haben.

Zum Thema einer geplanten Verfassungsänderung im Zusammenhang mit der Bedrohung durch den Terror sagte er, die Sicherheit des ungarischen Volkes dürfe nicht als parteipolitische Angelegenheit gekapert werden. Ähnliche Vorschläge seien bereits in anderen europäischen Ländern angenommen worden, um den Staat und die Befugnisse der Regierung zu erweitern und eine vorübergehende Einschränkung der Grundrechte zu ermöglichen, sagte Kósa.

Die Opposition habe sich zu einer “Einheitsfront” gegen die geplante Verfassungsänderung zusammengeschlossen, die weder von den Sozialisten noch von Jobbik unterstützt werde, sagte KósaFür Fidesz sei die Sicherheit der Menschen jedoch keine Verhandlungssache, fügte er hinzu.

Péter Harrach, Fraktionschef der Christdemokraten, sagte, der obligatorische Quotenplan der EU sei eine Bedrohung für die Sicherheit und auch für die europäische Kultur.

Foto: MTI

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