Frische Umfragen bestätigen den überwältigenden Vorsprung der Theiss-Partei – Péter Magyar warnt die Orbán-Regierung vor einem “Himmelfahrtskommando”

Péter Magyar schickte mit seiner Neujahrsansprache Schockwellen durch sein Publikum, als er behauptete, die Regierung könnte sich vor den Parlamentswahlen 2026 regelrecht selbst verletzen, nur um an der Macht zu bleiben. Auf einer vollbesetzten internationalen Pressekonferenz legte er noch einmal nach und verriet, wie er von diesem angeblichen Komplott erfahren hat.

Wird Premierminister Orbán die Wahlen 2026 hacken?

Ein Reporter von 444.hu befragte ihn dazu während des globalen Medienbriefings am Montag, das kurz nach Viktor Orbáns eigener Jahresauftakt-Affäre stattfand – und noch dazu zu einem ähnlichen Zeitpunkt.

Magyar hatte solche schmutzigen Tricks bereits in seinem 2024 Partizán-Interview angedeutet, als er vorhersagte, dass die Regierung versuchen würde, ihn oder seine Partei in die Knie zu zwingen. Einige kamen fast sofort zustande, andere ließen sich Zeit. Einige, so betont er, wurden gerade deshalb gestrichen, weil Orbáns Lager wusste, dass er ihnen auf der Spur war.

Péter Magyar the chairman of the Tisza Party
Foto: FB/Péter Magyar

Péter Magyar erhielt Informationen über die ‘Selbstmordmission’

In seiner Neujahrsansprache griff er auf das düstere Drehbuch zurück: gefälschte Videos, bösartige Drohnen, die den Himmel umschwirren, oder sogar ein inszenierter ‘Selbstmordangriff’, um vor den Wahlen Panik zu schüren. Fälschungen sind im Internet bereits weit verbreitet. KI-generierte politische Verleumdungen überschwemmen die sozialen Medien – was von den Zielpersonen natürlich vehement bestritten wird.

Als der Journalist ihn weiter bedrängte, entlockte er ihm konkrete Details: Magyar behauptet, solide Informationen über Drohnenangriffe und Selbstsabotagepläne zu haben. Er richtete einen eindringlichen Appell an Staatsanwälte, Spione und Beamte: Wenn Sie aufgefordert werden, sich an dieser Farce zu beteiligen, sollten Sie sich öffentlich äußern. Er wies bedrohlich darauf hin, dass die Verjährungsfrist für solche Verbrechen jahrelang läuft.

Orbán international press conference
Orbán auf der Pressekonferenz. Foto: MTI/Ákos Kaiser

Der Vorsprung der Theiß in Budapest ist riesig

Die jüngste Umfrage macht deutlich, was auf dem Spiel steht. Tisza – Magyar’s Outfit – ist drauf und dran, selbst in den von der Opposition gehaltenen Sitzen, in denen die Amtsinhaber mit einer Wiederwahl im Jahr 2026 liebäugeln, den Sieg zu erringen. Eine von Telex veröffentlichte Umfrage von 21 Kutatóközpont (durchgeführt per Telefon vom 15. bis 18. Dezember) zeigt, dass der Mann von Tisza im 14. Wahlbezirk von Budapest das Feld anführt – selbst wenn der amtierende Oppositionsabgeordnete Zoltán Vajda erneut kandidiert. Vajda hatte 2022 nur hauchdünn mit 468 Stimmen gewonnen, aber 49% der Wähler unterstützen jetzt Theissas (weitgehend unbekannte) Hoffnungsträgerin Alexandra Szabó. In der gesamten Partei erreicht Theiß 57%, selbst nachdem die Rivalen der Opposition 13% abgeschöpft haben. Der Fidesz liegt bei 30%.

Nicht-regierungsfreundliche Meinungsforscher haben seit November 2024 einen Anstieg der Theiß-Werte gemessen, der im Spätsommer 2025 seinen Höhepunkt erreichte, bevor er abflachte. Doch die Daten zum Jahresende zeigen, dass auch der Fidesz stagniert – ein möglicher Wendepunkt, ob mit oder ohne Almosen.

Péter Magyar 2026 election
Theissas Kundgebung am 23. Oktober in Budapest. Foto: FB/Péter Magyar

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