Gericht lehnt Suspendierungsantrag zweier Banken ab, wirft dritten Fall aus

(MTI) – Die K and H Bank und die MKB Bank haben am Montag beantragt, das Gerichtsverfahren auszusetzen, in dem sie einseitige Änderungen an den Verträgen von Fremdwährungskreditnehmern verteidigen, doch das Gericht lehnte beide Anträge ab.

Die K and H Bank beantragte beim Gericht, wegen des Falles des Stadtgerichts Budapest Berufung beim Verfassungsgericht und beim Europäischen Gerichtshof einzulegen.

Die MKB Bank beantragte ebenfalls eine Aussetzung des Verfahrens und ersuchte in ähnlicher Weise das städtische Gericht, sich an das Verfassungsgericht und das europäische Gericht zu wenden, mit dem Argument, dass das Gesetz, das als Grundlage für das Verfahren dient, verfassungswidrig sei und das Recht auf ein faires Verfahren verletze Darüber hinaus erklärte die Bank, der Fall laufe dem Verbot rückwirkender Rechtsvorschriften zuwider.

Ebenso wies das Gericht ein vom Kleinkreditgeber Milton Hitelezesi eingeleitetes Verfahren mit der Begründung ab, dass einseitige Änderungen zwar in Kreditverträgen vorgesehen sein könnten, solche Änderungen jedoch nicht das Gleichgewicht zwischen Darlehen und Rückzahlung aufheben dürften.

Die Regierungssprecherin sagte gegenüber MTI, die Regierung stehe “weiterhin zu Forex-Kreditinhabern”.

“Es ist eine gute Nachricht, dass es uns in den bisherigen Fällen gelungen ist, die Schuldner vor den Banken zu schützen”, sagte Eva Kurucz und unterstrich die Zusage der Regierung, dafür zu sorgen, dass Kreditnehmer “für jeden zu Unrecht eingezogenen Betrag zurückerstattet werden”.

Ungarns Banken haben insgesamt 79 Klagen gegen den Staat eingereicht, um einseitige Änderungen an Forex-Kreditverträgen zu verteidigen, sagte Peter Pota, Sprecher des Budapester Stadtgerichts, am Montag, dem letzten Tag, an dem solche Fälle eingeleitet werden könnten, gegenüber MTI.

Nach den im Juli verabschiedeten Rechtsvorschriften müssen ungarische Kreditgeber Kunden für einseitige Vertragsänderungen entschädigen, es sei denn, sie können diese Praxis erfolgreich vor Gericht verteidigen.

Die Gesetzgebung basierte auf einem früheren Urteil des Obersten Gerichtshofs Ungarns Kuria, wonach alle Änderungen des auf eine Fremdwährung lautenden Kreditvertrags, wie z. B. eine Anhebung des Zinssatzes oder etwaige Gebühren, als ungerecht angesehen werden.

Foto: MTI – Noemi Bruzak

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