Gericht ordnet vorläufige Inhaftierung mutmaßlicher Menschenhändler an

Budapest (MTI) – Ein Gericht in Kecskemet, Zentralungarn, hat die vorläufige Inhaftierung von drei Bulgaren und einem afghanischen Staatsbürger im Zusammenhang mit dem Tod von 71 Migranten eingeleitet, die in einem Lastwagen am Straßenrand einer Autobahn in Österreich zurückgelassen wurden.

Das Gericht ordnete die Untersuchungshaft für einen Monat an, sagte der Leiter des Kecskemet-Gerichts Ferenc Bicskei. Die Verdächtigen hätten angeblich Menschenhandel als organisierte kriminelle Aktivität, durch Zwang und aus finanziellen Gründen begangen, fügte er hinzu.

Gerichtssprecher Szabolcs Sarkozy sagte, die Verdächtigen seien ein 27-jähriger Afghane und drei bulgarische Männer im Alter von 29, 30 und 50 Jahren Von den vier Verdächtigen habe nur einer eine ungarische Aufenthaltserlaubnis gehabt, sie seien am Donnerstag nahe der serbischen Grenze festgenommen worden, nachdem der Lastwagen mit 71 Leichen in Österreich gefunden worden sei, fügte er hinzu.

Kriminelle, die des Menschenhandels für schuldig befunden werden, können zu 2 bis 8 Jahren Gefängnis verurteilt werden. Wenn es sich bei ihrem Verhalten jedoch um eine organisierte kriminelle Aktivität handele, liege die Strafe zwischen 2 und 16 Jahren, sagte er.

Die Verdächtigen sagten, sie würden gegen die Entscheidung über die Untersuchungshaft Berufung einlegen und bestritten die Begehung einer Straftat, fügte er hinzu.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft des Kreises Bacs-Kiskun sagte am Samstag zuvor, dass die mutmaßlichen Menschenhändler am Transport der Migranten von Ungarn nach Österreich beteiligt gewesen seien. Die Migranten seien illegal aus Serbien nach Ungarn eingereist und seien in den Lastwagen mit ungarischen Kennzeichen nahe der Grenze gestiegen, fügte Gabor Schmidt hinzu.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, ihre Untersuchungshaft sei notwendig, da die Verdächtigen ausländische Verbindungen hätten und ein Flugrisiko darstellten.

Foto: MTI

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