Giftige Metalle, unsichere Geräte – was atmen wir wirklich von illegalen Zigaretten in Ungarn ein?

Der explosionsartige Anstieg von Einweg-E-Zigaretten gibt weltweit Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit. Eine aktuelle amerikanische Studie hat alarmierende Ergebnisse erbracht: Die beliebten, aber illegal vertriebenen Vape-Geräte enthalten krebserregende Schwermetalle, und diese Produkte sind auch in Ungarn zu finden.

Krebserregende Metalle in den Dämpfen

Forscher der University of California, Davis (UC Davis) untersuchten drei beliebte Einweg-Dampfgeräte und fanden in allen Blei, Nickel und Antimon – Schwermetalle, die von internationalen Gesundheitsorganisationen eindeutig als krebserregend eingestuft werden.

Nickel zum Beispiel wird mit Krebserkrankungen der Atemwege, Asthma und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht, während Blei ein bekanntes Nervengift ist, für das es kein sicheres Maß an Belastung gibt.

So viel Blei wie 19 Schachteln Zigaretten

Eines der schockierendsten Ergebnisse der Studie war, dass ein einziges Gerät einer getesteten Marke den Benutzer so viel Blei aussetzt wie das Rauchen von 19 Schachteln herkömmlicher Zigaretten. Der leitende Forscher berichtete, dass er beim Öffnen eines der Geräte Komponenten aus einer bleihaltigen Kupferlegierung fand. Diese Materialien können giftige Stoffe in die Flüssigkeit abgeben, noch bevor das Gerät benutzt wird.

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Quelle: Rawpixel Public Domain

Auch in Ungarn vorhanden

In Ungarn dürfen Tabakerzeugnisse nur in lizenzierten Tabakläden verkauft werden. Dennoch tauchen immer wieder unregulierte Vape-Geräte auf dem Online-Markt auf.

Die nationale Steuer- und Zollverwaltung (NAV) führt regelmäßig Razzien durch. Allein bei einer Aktion beschlagnahmten die Beamten einhundert illegale Geräte bei einem Online-Händler, der nun mit Geldstrafen in Höhe von mehreren Millionen Forint rechnen muss.

Die Gefahr ist nicht nur chemisch

Die physischen Risiken der auf dem Schwarzmarkt gehandelten Vape-Geräte sind ebenfalls erheblich. Einige der beschlagnahmten Produkte enthielten schlecht gesicherte, minderwertige Lithium-Ionen-Akkus, die leicht überhitzen und Brände oder Kurzschlüsse verursachen können.

Während des unregulierten Transports – oft in Pappkartons ohne angemessenen Wärmeschutz – können diese Batterien instabil werden, noch bevor sie den Verbraucher erreichen.

Experten und Behörden sind sich einig, dass die Verbraucher bei illegalen Vape-Geräten nicht wirklich wissen, was sie kaufen. Weder der Verkäufer noch die Behörden können die Sicherheit dieser Produkte garantieren.

Was kann Ungarn tun?

Ungarn verfügt bereits über strenge gesetzliche Regelungen. Der Verkauf, der Online-Kauf und die Einfuhr von aromatisierten E-Zigaretten sind allesamt verboten. Die Geldstrafen liegen zwischen 1 und 50 Millionen Forint für natürliche Personen und zwischen 5 und 500 Millionen Forint für juristische Personen. Der NAV, die Aufsichtsbehörde für regulierte Tätigkeiten (SZTFH) und die ungarische Wettbewerbsbehörde (GVH) sind alle aktiv beteiligt – sie schließen Webshops, führen verdeckte Testkäufe durch und kontrollieren Pakete.

Dies allein reicht jedoch nicht aus. Laut den Daten des Nationalen Zentrums für öffentliche Gesundheit aus dem Jahr 2024 haben 22 Prozent der ungarischen Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren bereits E-Zigaretten ausprobiert, und 10 Prozent verwenden sie regelmäßig.

Der Schwarzmarkt erreicht also eindeutig sein Zielpublikum. Die Lösung muss an mehreren Fronten gleichzeitig voranschreiten: strengere Zollkontrollen von Paketlieferungen, obligatorische chemische Tests von Geräten, die in Ungarn legal verkauft werden, und umfassende schulische Präventionsprogramme, die sich nicht nur auf das Verbot konzentrieren, sondern auch auf die spezifischen Gesundheitsrisiken – einschließlich Bleiexposition und krebserregende Metalle.

Quelle: SzeretlekMagyarország.hu; FoxNews.com

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