Griechenland habe keinen Versuch unternommen, die EU-Grenzen zu schützen, sagt Staatssekretär

Berlin (MTI) (Das Land, dessen europäische Solidarität in Frage gestellt werden sollte, ist keines der Visegrad-Vier (V4), sondern Griechenland, weil es keinen Versuch unternommen hat, den Migrantenstrom über seine Grenzen hinweg einzudämmen und die Europäische Union zu schützen, sagte Staatssekretär Gergely Pr hle am Montag im Inforadio des deutschen öffentlich-rechtlichen Regionalsenders Rundfunk Berlin-Brandenburg.
Auf die Frage, warum die V4-Gruppierung aus Ungarn, der Slowakei, Polen und der Tschechischen Republik gegen die Flüchtlingsquoten der EU sei, sagte Pr.hle, dass nicht nur die V4-Länder, sondern auch Frankreich gegen das Umsiedlungssystem seien, was darauf hindeutet, dass nicht einmal die älteren EU-Mitgliedstaaten sind sich in dieser Angelegenheit einig.
Der Staatssekretär sagte, es gebe historische Gründe für das Fehlen muslimischer Gemeinschaften in den V4-Ländern, so dass es schwierig sei, Gruppen von Menschen, deren Kultur sich deutlich von der der lokalen Bevölkerung unterscheidet, in diese Länder umzusiedeln.
Pr.hle betonte, dass die V4-Länder das Quotensystem ablehnen, weil sie glauben, dass „es einfach keine gute Idee ist“.
Er sagte, die V4 hätten seit Beginn der Flüchtlingskrise eine Stärkung der EU-Grenzen gefordert und darauf hingewiesen, dass Ungarn bereits vor einem halben Jahr einen Plan zur Finanzierung des EU-Grenzschutzes vorgelegt habe. Pr.hle sagte, es sei „schade“”, dass es „viel länger” gedauert habe, bis andere Länder, darunter auch Deutschland, erkannt hätten, wie wichtig der Schutz der EU-Grenzen sei.
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