Hunderte von Luxuswohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Budapester Präsidentenresidenz

Die Regierung versteigert die Residenz in der Béla Király Straße, in der einst die ungarischen Präsidenten wohnten. Das Juwel liegt in Budapests teuerstem Bezirk, dem 12. in den grünen Hügeln von Buda, umgeben von gesunden Wäldern. Presseberichte und lokale Quellen flüstern, dass hier Hunderte von Luxuswohnungen entstehen werden, wobei Experten bereits einen wahrscheinlichen Gewinner ausgemacht haben.

PM Orbán-nahe Kreise könnten Eigentum erwerben

Die Auktion hat gerade erst begonnen, doch die Fristen sind so knapp bemessen, dass Miklós Ligeti, juristischer Direktor bei Transparency International, vermutet, dass die Käufer bereits feststehen. Die Regierung erklärte gegenüber RTL Híradó lediglich, dass der Verkauf “im Einklang mit den Vorschriften” verlaufe.

Der Bürgermeister Gergely Kovács von der satirischen Ungarischen Zweischwänzigen Partei findet scharfe Worte für das Schicksal des Grundstücks im 12. Er sagt voraus, dass der Sieger einer der privaten Beteiligungsfonds sein wird, die István Tiborcz, dem Schwiegersohn von Viktor Orbán, nahe stehen. Kovács nannte die BDPST-Gruppe, die Tiborcz selbst gehört, als Paradebeispiel und verwies auf die Geschäfte in der Budapester Pasaréti-Straße.

The Hungarian President's former residence in the 12th district luxury flats
Die ehemalige Residenz des ungarischen Präsidenten im 12. Bezirk. Quelle: PrtScr/RTL Híradó

Hunderte von Luxuswohnungen können gebaut werden

Dieses 13 Hektar große Grundstück – heute größtenteils eine Parklandschaft – war bis vor kurzem die Präsidentenresidenz. Es wurde für Ex-Präsidentin Katalin Novák für rund 278 Millionen Forint (725.000 Euro) auf Vordermann gebracht und mit einem Musikzimmer ausgestattet. Novák stolperte später über einen Begnadigungsskandal; ihr Nachfolger, der ehemalige Leiter des Verfassungsgerichts Tamás Sulyok, zog nicht einmal ein. Novák und ihre Familie hielten sich nach ihrem Rücktritt noch monatelang im Haus auf. Erst nachdem sie abgereist waren, kamen Gerüchte über einen Verkauf auf. Das Anfangsgebot? Kühle 28 Milliarden Forint.

Bei einer Bauquote von 10% rechnet Kovács damit, dass 100-200 Wohnungen entstehen könnten. HVG hat bereits vor zwei Jahren über die geplanten Luxuswohnungen berichtet.

Lokale Entwicklungen könnten folgen

Der Bürgermeister fügt hinzu, dass der Stadtrat, bevor die Bulldozer rollen, einen städtebaulichen Vertrag abschließen kann, der die Sanierung der Béla Király Straße und/oder der Zugligeti Straße zur Bedingung macht.

Klicken Sie hier, um weitere unserer Artikel über Immobilien zu lesen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *