Innenminister Pinter sagt, dass die Bürger in Ungarn nicht von der zunehmenden Bedrohung durch den Terrorismus betroffen seien

Budapest (MTI) – Die Bedrohung durch den Terrorismus hat in Ungarn zugenommen, aber nicht so weit, dass sie das Alltagsleben der Bürger beeinträchtigen würde, sagte Innenminister Sandor Pinter am Dienstag.

Pinter sagte bei seiner jährlichen Anhörung vor dem nationalen Sicherheitsausschuss des Parlaments, dass die Behörden das Ausmaß der Bedrohung kontinuierlich überwachen und es keine Notwendigkeit für spezielle Schulungen für Einzelpersonen gebe. Er fügte hinzu, dass “niemand versucht, Panik zu erzeugen”, es aber notwendig sei, seine Kräfte zu bündeln, “um den Menschen die Situation verständlich zu machen, wenn es notwendig ist, auf besondere Mittel zurückzugreifen”

Ausschussvorsitzender Zsolt Molnar von den oppositionellen Sozialisten sagte nach der Sitzung der Presse, dass neben Soldaten und Polizisten auch die Öffentlichkeit für besondere Anlässe geschult werden sollte. Er kritisierte, dass der Haushaltsentwurf 2016 keine ausreichende Zuweisung für die Verhinderung terroristischer Handlungen vorsehe.

Pinter sagte bei der Anhörung, dass die meisten in Ungarn ankommenden Flüchtlinge aus dem Islamischen Staat fliehen. Wenn die Landoperationen gegen den IS jedoch erfolgreich sind, werden höchstwahrscheinlich Terroristen den Flüchtlingsstatus beantragen.

Menschen, die Terrorakte begehen und für solche Taten geschult werden, sollten auf jeden Fall daran gehindert werden, sich “in Europa als Krebszellen zu reproduzieren” und das Leben der Bürger innerhalb der Schengen-Grenzen zu bedrohen, sagte der Minister.

Pinter sagte, dass bis Ende dieses Jahres rund 100.000 Migranten in Ungarn ankommen werdenSie werden eine ernsthafte Belastung für das Land, die Behörden und auch den Haushalt darstellen, wenn man bedenkt, dass ihr Unterhalt 4.300 Forint (EUR 14) am Tag kostet, sagte er.

Bernadett Szel von der oppositionellen LMP sagte nach dem Treffen, dass die derzeitige Regierung nicht in der Lage sein werde, das Thema Migration zu bewältigen Daraus folgt, dass Ungarn einen Premierminister braucht, der die Interessen des Landes in Brüssel durchsetzen kann, sagte sie.

Molnar sagte, dass die Regierung versuche, Menschen mit dem massiven Zustrom von Migranten zu bedrohen. Er bestand darauf, dass es keinen Zusammenhang zwischen Terrorismus und Einwanderung gebe.

Foto: MTI

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