Jobbik schlägt Maßnahmen vor, um ‘Exodus’ der Ungarn zu verhindern

Opposition Jobbik schlägt eine Lohngewerkschaft, ein Mietwohnungssystem und die Möglichkeit einer Briefwahl als Maßnahmen vor, um eine weitere Abwanderung der Ungarn zu verhindern, sagte ein Abgeordneter der Partei am Freitag.
Derzeit arbeiten rund 500.000 Ungarn im Ausland und neuen Statistiken zufolge erwägen weitere 370.000, das Land in der Hoffnung auf bessere Aussichten zu verlassen, sagte Dóra Dúró auf einer Pressekonferenz.
Um diesen Trend umzukehren, drängt Jobbik darauf, die ungarischen Löhne auf westeuropäisches Niveau zu erhöhen, sagte sie.
Die Partei fordert außerdem die Einführung eines Mietwohnungsprogramms zur Unterstützung von Paaren, die mehr als ein Kind großziehen möchten, fügte Dúró hinzu. Sie argumentierte, dass 80 Prozent der jungen Paare sich unter Berufung auf unangemessene Wohnbedingungen gegen die Erziehung eines zweiten oder dritten Kindes entscheiden.
Die Partei werde außerdem ein System einführen, das es ungarischen Staatsbürgern im Ausland ermögliche, per Post an ungarischen Wahlen teilzunehmen, sagte sie und argumentierte, dass eine solche Maßnahme die Bindung dieser Bürger zu ihrem Heimatland stärken würde.
Dúró begrüßte die jüngste Maßnahme der Regierung zur Unterstützung der Ausweitung der In-vitro-Fertilisation (IVF), die Jobbik bereits vor einigen Jahren vorgeschlagen hatte.
Foto: MTI

