Krio Institute besteht darauf, dass dänische Spermienproben ‘kein zusätzliches Risiko’ tragen

Budapest, 27. Juni (MTI) – Das Krio-Institut, eine Stammzellenbank, bestritt, gegen das Gesetz im Zusammenhang mit der Einfuhr von Samen aus Dänemark verstoßen zu haben, das die Gesundheitsbehörde ANTSZ entdeckt hatte.
Die ANTSZ teilte am Freitag mit, sie habe ein Verfahren gegen das Fruchtbarkeitszentrum eingeleitet, bei dem festgestellt wurde, dass es seit 2013 „illegal” Samen aus einer dänischen Samenbank importiert. Die ANTSZ sagte, sie sei im März darauf aufmerksam gemacht worden, dass genetische Defekte in Spermien gefunden worden seien, die nach Ungarn transportiert wurden zur künstlichen Befruchtung verwendet werden. Es hieß, das Krio-Institut habe durch den Handel mit menschlichem Sperma gegen das Gesetz verstoßen.

Das Krio-Institut teilte am Samstag mit, dass die aus Dänemark mitgebrachten Proben strenger getestet und gehandhabt worden seien, als die ungarischen Vorschriften es erfordert hätten.

“Die in der Probe gefundenen defekten Gene sind nicht in den Standardtestverfahren Ungarns enthalten, wenn diese Proben also in Ungarn und nicht in Dänemark gesammelt worden wären, wüssten wir nicht einmal von dem Defekt”, sagte das Institut.

Die Warnung der Europäischen Union habe lediglich den sicheren Betrieb des Systems gewährleistet, fügten sie hinzu.

Die in Dänemark gesammelten Proben seien genetisch gründlicher getestet worden als ungarische, daher sei die Verwendung dieser Proben durch ungarische Frauen, die eine Schwangerschaft wünschten, in keiner Weise riskanter als die zu Hause entnommenen Proben, hieß es.

Die Samenspende in Ungarn entspreche nicht der lokalen Nachfrage, fügte das Institut hinzu.

Das Institut folgte der Richtlinie der Europäischen Union, die die kostenlose Verwendung von Samenspenden aus den Bundesstaaten der Gemeinschaft fordert, sagte Krio und fügte hinzu, dass die ANTSZ seit Beginn im Jahr 2013 über ihre Geschäftstätigkeit Bescheid wisse.

Die ungarischen Gesetze erlauben derzeit keine Sameneinfuhr aus einem anderen Land und dieselben Spender können nur vier Nachkommen zeugen, während in Dänemark diese Grenze bei 12 liegt. Außerdem ist ein persönliches Treffen mit dem Spender in Ungarn eine Voraussetzung, was nicht möglich ist, wenn die Spender aus dem Ausland kommen, so die ANTSZ.

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