Lake Ontario shipwreck: the 200-Year-Old Mystery Lurking in the Depths of the Great Lakes

Die zufällige Entdeckung eines Schiffswracks im Ontariosee in den Tiefen der Großen Seen Nordamerikas hat die Aufmerksamkeit der Archäologen auf ein außergewöhnliches Schiffswrack gelenkt, das die Forscher nicht nur durch seinen bemerkenswerten Erhaltungszustand, sondern auch durch seine unbekannte Vergangenheit beeindruckt hat. Das Schiffswrack liegt in einer Tiefe von mehr als 300 Fuß im Ontariosee. Die Masten stehen noch an ihrem Platz und alles deutet darauf hin, dass es viel älter ist als ursprünglich angenommen.
Die Region der Großen Seen ist außergewöhnlich reich an historischen Relikten, da sie jahrhundertelang eine wichtige Handels- und Transportroute in Nordamerika war. Von Zeit zu Zeit taucht jedoch eine Entdeckung auf, die nicht nur Experten, sondern auch die breite Öffentlichkeit in ihren Bann zieht – wie das kürzlich entdeckte Schiffswrack auf dem Ontariosee, das in einem außergewöhnlichen Zustand erhalten ist und neue Fragen zur Geschichte der Schifffahrt im 19. Jahrhundert aufwirft, berichtet All That’s Interesting.
Eine zufällige Entdeckung in den Tiefen des Ontariosees
Die Geschichte der Entdeckung des Wracks begann mit einem ganz anderen Forschungsschwerpunkt: der Suche nach der Rapid City, einem Schiff, das 1917 in der Nähe von Toronto gesunken war. Während dieser Operation machten die Taucher jedoch einen unerwarteten Fund, als sie auf ein anderes Wrack auf dem Seegrund stießen.
Schon die ersten Beobachtungen deuteten darauf hin, dass es sich nicht um die Rapid City handelte. Obwohl das Schiff mit Muscheln bedeckt ist, ist es so gut erhalten, dass zwei der Masten noch aufrecht stehen. Dieser außergewöhnliche Fund warf sofort Fragen auf. Taucher und Forscher erkannten bald, dass das Schiffswrack im Ontariosee viel älter sein könnte als das Schiff, nach dem sie ursprünglich gesucht hatten – Schätzungen zufolge könnte es 50-100 Jahre älter sein als die Rapid City.
Zustand und Bedeutung des Schiffswracks auf dem Ontariosee
Das Wrack liegt in einer Tiefe von mehr als 300 Fuß, was eine Schlüsselrolle bei seiner Erhaltung gespielt hat. Die große Tiefe hat es vor menschlichen Eingriffen, wie z.B. Beschädigungen durch Anker oder Sporttaucher, geschützt. Infolgedessen haben die strukturellen Elemente des Schiffes in einem fast beispiellosen Zustand überlebt.
Nach Ansicht von Experten enthalten das Design und die technischen Details des Schiffswracks im Ontariosee wichtige Anhaltspunkte. Das Schiff weist eine traditionelle Takelage auf, was darauf schließen lässt, dass es vor den 1850er Jahren gebaut wurde, da die Verwendung von Metall in diesem Zusammenhang erst später weit verbreitet wurde.
Obwohl die genaue Identität des Schiffswracks auf dem Ontariosee nach wie vor unbekannt ist, kann sein historischer Kontext klar umrissen werden. Im 19. Jahrhundert war der Handel zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten äußerst intensiv und erforderte umfangreiche Schiffsflotten. Infolgedessen waren unzählige Schiffe auf den Großen Seen unterwegs, von denen viele tödlich verunglückten.
Ein Wettlauf mit der Zeit
Besonders besorgniserregend ist jedoch, dass das Schiffswrack derzeit von Quagga-Muscheln bewachsen ist, einer invasiven Art, die eine ernsthafte Bedrohung für Holzkonstruktionen darstellt. Diese Organismen beschädigen nach und nach die empfindlichen Details des Schiffes und verkürzen so die für die Forschung zur Verfügung stehende Zeit erheblich.
Unter normalen Umständen hätte ein Wrack wie dieses noch Jahrhunderte länger überleben können, aber wegen der Muscheln bleiben den Archäologen jetzt höchstens ein paar Jahrzehnte, um es richtig zu untersuchen. Die weitere Erforschung des Schiffswracks auf dem Ontariosee ist daher besonders dringend. Dementsprechend planen die Archäologen für die Tauchsaison 2026 zusätzliche Untersuchungen, die vielleicht endlich Antworten darauf liefern, woher das Schiff kam, wer es benutzte und welche Umstände genau zu seinem Untergang führten.

