Lufthansa-Streik beginnt heute: Flüge von und nach Ungarn betroffen, auch Umsteigeverbindungen sind gefährdet

Ein zweitägiger Streik der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bei der Lufthansa wird am Donnerstag, den 12. März, und Freitag, den 13. März 2026, zu Flugausfällen führen, wobei die größten Auswirkungen an den Hauptdrehkreuzen der Lufthansa in Frankfurt und München erwartet werden. Lufthansa hat einen Sonderflugplan veröffentlicht und geht davon aus, dass mehr als die Hälfte des geplanten Programms während des Streiks durchgeführt werden kann. Reisende sollten sich aber dennoch auf Annullierungen, Verspätungen, verpasste Anschlüsse und Störungen beim Gepäck einstellen.

Die Arbeitsniederlegung erfolgt nach einer kurzfristigen Streikankündigung inmitten eines anhaltenden Streits um die Renten und die damit verbundenen Arbeitsbedingungen der Piloten.

Lufthansa-Streik: Was passiert und wann?

Laut der offiziellen Reiseinformationsseite der Lufthansa hat die Gewerkschaft für den 12. und 13. März zum Streik aufgerufen. Die Fluggesellschaft hat daraufhin einen Notflugplan eingeführt und rät ihren Passagieren, den Status ihrer Flüge zu überprüfen, bevor sie zum Flughafen reisen. Lufthansa geht davon aus, dass sich der Flugbetrieb ab Samstag, den 14. März 2026, weitgehend normalisieren wird.

Berichten und Aussagen der Fluggesellschaft zufolge betrifft der Streik den “klassischen” Passagierbetrieb der Lufthansa und Lufthansa Cargo, mit zusätzlichen Auswirkungen auf Lufthansa CityLine (ein regionaler Betreiber, der Passagiere in die Netze von Frankfurt und München einspeist).

Warum der Lufthansa-Streik für Passagiere aus Ungarn wichtig ist

Für ungarische Reisende sind nicht nur die Punkt-zu-Punkt-Flüge das größte Problem, sondern auch die Art und Weise, wie das Netz der Lufthansa funktioniert. Ein großer Teil der Passagiere, die vom Budapester Flughafen abfliegen, nutzt die Lufthansa in erster Linie, um über Frankfurt oder München zu Langstreckenflügen und europäischen Zielen weiterzureisen. Wenn die Drehkreuze überlastet sind, kann es selbst bei Flügen, die durchgeführt werden, zu verpassten Anschlüssen und erheblichen Verspätungen kommen.

In der Praxis bedeutet dies, dass das Risiko von Flugausfällen am größten ist für:

  • Reisende, die Budapest-Frankfurt oder Budapest-München direkt fliegen, und
  • alle Reisenden, die am selben Tag über diese Flughäfen weiterfliegen (z.B. nach Nordamerika, Asien oder Westeuropa).

Da Lufthansa sich darauf konzentriert, ein reduziertes Programm aufrechtzuerhalten, kann es vorkommen, dass einige Flüge stattfinden, während andere gestrichen werden, so dass es wichtig ist, den Status jeder einzelnen Strecke zu überprüfen. Die Lufthansa selbst sagt, dass sie während der Streiktage mehr als 50 % ihres geplanten Programms durchführen kann, mit einem höheren Anteil an Langstreckenverbindungen, aber das bedeutet immer noch weitreichende Änderungen.

Was Sie tun können, wenn Ihr Flug betroffen ist

Lufthansa bittet die Passagiere dringend, sich auf die offiziellen Flugstatus-Tools und den Sonderflugplan zu verlassen und nicht von der ursprünglichen Buchung auszugehen. Wenn Ihr Flug annulliert oder umdisponiert wird, haben Sie in der Regel die Möglichkeit, umzubuchen oder eine Erstattung zu beantragen, je nach den Umständen und den Ticketbedingungen.

Wenn Sie in den nächsten 48-72 Stunden von Ungarn aus reisen, können Sie folgende praktische Schritte unternehmen:

  • Überprüfen Sie häufig Ihren Flugstatus, insbesondere wenn Sie einen Anschlussflug in Frankfurt oder München haben.
  • Ziehen Sie nach Möglichkeitfrühere oder spätere Abflüge in Betracht, da die Kapazitäten bei Störungen schnell voll werden können.
  • Prüfen Sie alternative Flugrouten (z.B. über Wien, Zürich oder andere wichtige Drehkreuze), wenn Ihr Zeitplan empfindlich ist.
  • Bewahren Sie Quittungen für angemessene Auslagen (Essen, Transport vor Ort, Hotel) auf, wenn Sie gestrandet sind, da die Fluggesellschaften in vielen Fällen eine “Right to Care”-Verpflichtung haben.

Ihre Rechte in Kürze (EU-Passagiere)

Für Reisende, die aus der EU (einschließlich Ungarn) abfliegen, bieten die EU-Fluggastrechte im Allgemeinen Schutz, wie z. B. Unterstützung und Umleitung/Erstattung bei Annullierungen und großen Verspätungen. Entschädigungen können von der Ursache der Störung und den besonderen Umständen abhängen, und die Fluggesellschaften können argumentieren, dass einige Ereignisse als “außergewöhnliche Umstände” gelten. Unabhängig davon sollten Passagiere die Kommunikation dokumentieren, Bordkarten und Quittungen aufbewahren und zuerst die offiziellen Kanäle der Fluggesellschaft nutzen. Einzelheiten HIER.

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Hintergrundinformationen für nicht-ungarische Leser

Der Budapester Flughafen ist ein wichtiges regionales Drehkreuz in Mitteleuropa, und Lufthansa gehört zu den Fluggesellschaften, die von Reisenden aus Ungarn für One-Stop-Verbindungen über Deutschland zu weltweiten Zielen genutzt werden. Da Frankfurt und München die wichtigsten Umsteigeflughäfen der Lufthansa sind, können Störungen dort überproportionale Auswirkungen auf Passagiere haben, die nicht nach Deutschland als Endziel fliegen.

Was Sie als nächstes beachten sollten

Der Streik soll am späten Freitag enden, und Lufthansa rechnet damit, dass der Betrieb ab Samstag wieder normal läuft. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die “Erholungswelle” länger dauern kann als der Streik selbst, da die Flugzeuge und Besatzungen neu positioniert und die Passagiere umgebucht werden. Reisende aus Ungarn mit Flügen zwischen dem 12. und 14. März sollten Flexibilität einplanen und die aktuellen Informationen genau verfolgen.

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