Mercedes bringt ein weiteres Modell nach Ungarn

Mercedes wird ab diesem Jahr auch in Ungarn mit der Produktion der A-Klasse beginnen, kündigte Außenhandelsminister Péter Szijjártó am Dienstag auf Facebook an.

Mercedes in Ungarn

Seit 2012 laufen in Ungarn im Mercedes-Werk in Kecskemét Mercedes-Pkw vom Band und machen das Land zu einem wichtigen Akteur im globalen Produktionsnetzwerk der Marke. Das moderne Werk in Kecskemét ist jedoch nur das jüngste Kapitel in einer ungarischen Mercedes-Geschichte, die sich über mehr als ein Jahrhundert erstreckt.

Die industrielle Präsenz der Vorgänger des Unternehmens in Ungarn reicht bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als die Vertretung und Lizenzproduktion der Marke Benz begann. Zwischen den beiden Weltkriegen und in den Jahrzehnten danach wurden in Ungarn unter Benz/Mercedes-Lizenzen Lastwagen und Busse hergestellt, hauptsächlich für inländische Transportunternehmen.

Mercedes to bring production of another model to Hungary
Das Modell der Klasse A. Foto: Creative Commons

Nach der politischen Wende Anfang der 1990er Jahre verstärkte das in Deutschland ansässige Unternehmen allmählich seine Präsenz auf dem ungarischen Markt – zunächst als Händler, später als potenzieller Investor. Der entscheidende Wendepunkt kam 2008, als das Unternehmen ankündigte, sein erstes Pkw-Werk in Mittel- und Osteuropa in Kecskemét, Ungarn, zu bauen. Der Grundstein wurde 2009 gelegt, und die Investition schuf Tausende von Arbeitsplätzen und brachte der Region eine bedeutende Entwicklung der Infrastruktur. Die moderne, flexible Produktionsanlage wurde speziell für kompakte Premium-Modelle konzipiert, zunächst für die B-Klasse und später für die CLA-Familie.

Am 29. März 2012 lief die erste in Serie produzierte Mercedes B-Klasse in Kecskemét vom Band und markierte damit offiziell den Beginn der Mercedes-Pkw-Produktion in Ungarn. Innerhalb weniger Jahre wurde die Produktion auf den CLA und den CLA Shooting Brake ausgeweitet, wodurch das Werk zu einer wichtigen Säule der globalen Kompaktwagenstrategie des Unternehmens wurde. Heute ist das Werk in Kecskemét ein zentrales Element des weltweiten Produktionsnetzwerks der Marke und beliefert sowohl europäische als auch überseeische Märkte. Kontinuierliche Kapazitätserweiterungen und technologische Upgrades sollen sicherstellen, dass das Werk auch in Zukunft eine Schlüsselrolle bei der Produktion von Kompakt- und Elektroautos spielt.

Mercedes
Foto: FB/FM Szijjártó

Weitere Expansion, ein weiteres Modell

In seiner Erklärung schrieb Szijjártó, dass mit Blick auf Kecskemét klar ist, dass Mercedes in etwas mehr als einem Jahrzehnt sein größtes europäisches Werk in Ungarn aufgebaut hat, das weltweit nur von den in China errichteten Kapazitäten übertroffen wird. Mehr als 5.000 Menschen arbeiten heute direkt in dem Werk, das 2024 zum attraktivsten Arbeitsplatz Ungarns gekürt und wiederholt zum besten Werk der Mercedes-Gruppe weltweit gewählt wurde.

Im Oktober 2024 lief das zweimillionste Fahrzeug in Kecskemét vom Band. Heute fertigt das Werk hochmoderne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybride und vollelektrische Modelle. Gleichzeitig ist Mercedes dabei, sein erstes Forschungs- und Entwicklungszentrum in Ungarn zu errichten.

“Heute haben wir eine weitere gute Nachricht: Mercedes hat beschlossen, die Produktion der A-Klasse ab diesem Jahr auch nach Ungarn zu bringen”, schrieb Szijjártó. Er betonte, dass dies bedeutet, dass Mercedes nun drei Modelle in Ungarn herstellen wird, darunter den neuen vollelektrischen Hightech-GLB, die neue C-Klasse und erneut die A-Klasse, die nun von den ungarischen Produktionsbändern laufen wird.

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