Migrationsdruck auf EU stetig, sagt Orbáns Sicherheitsberater

Budapest (MTI) (Der Migrationsdruck in der Europäischen Union ist trotz präventiver Bemühungen der Mitgliedstaaten stabil geblieben und hat sich an der Südgrenze Ungarns in den letzten zwei Tagen verschärft, sagte der Sicherheitsberater des Premierministers am Sonntag.

Der Zustrom illegaler Migranten sei massiv, stetig und organisiert und in mehreren Fällen gewalttätig gewesen, sagte György Bakondi in Budapest und fügte hinzu, dass mit der Ausreise weiterer Migrantenmassen aus Asien und Afrika zu rechnen sei.

Er kritisierte die EU dafür, dass sie ihre eigenen Schengen-Regeln nicht durchsetze und ihre Grenzen nicht schütze.

In den letzten anderthalb Jahren seien immer mehr Befugnisse an Brüssel abgetreten worden, das wiederum Maßnahmen gegen Mitgliedstaaten eingeleitet habe, die die Migrantenkrise selbst in den Griff bekommen, sagte er.

Er wies darauf hin, dass Ungarns Position zur Einrichtung von Brennpunkten für Migranteninspektionen außerhalb der EU-Grenzen erst kürzlich vom deutschen Innenminister unterstützt worden sei.

Foto: MTI

Er unterstrich die Bedeutung der Rückführung von MigrantenEs sollte einheitliche Abschiebungsregeln für Menschen geben, die sich illegal in Europa aufhalten, sagte Bakondi und fügte hinzu, dass die Frage der verbindlichen Quoten vom Tisch gefegt werden sollte.

Bakondi wies außerdem darauf hin, dass einzelne Mitgliedstaaten damit begonnen hätten, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Stärkung ihrer Polizeikräfte und Geheimdienste.

Bakondi beschrieb die Situation der Migranten in Ungarn und sagte, dass seit dem 1. Januar dieses Jahres 2.693 Menschen versucht hätten, illegal in das Land einzureisen, 1.399 von ihnen seien angehalten und der Rest in Transitzonen gebracht worden.

Derzeit seien 804 Migranten in Flüchtlingszentren in Ungarn untergebracht, sagte Bakondi.

Foto: MTI

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