Nach den jüngsten Tragödien könnten auf allen Budapester Brücken Überwachungskameras installiert werden

Die Budapester Stadtverordnetenversammlung debattiert möglicherweise schon heute über einen Vorschlag zur Anbringung von Überwachungskameras auf allen Budapester Brücken, um Tragödien zu verhindern. Der Antragsteller Dávid Vitézy, ein ehemaliger Bürgermeisterkandidat, argumentiert, dass die Verhinderung auch nur eines solchen Vorfalls die Maßnahme rechtfertigen würde. Die Idee kam auf, nachdem Mátyás Egressy, ein 18-jähriger Ungar, vor Wochen verschwand. Er wurde zuletzt von Überwachungskameras gesehen, als er die Kettenbrücke betrat.
Keine Kameras auf den Brücken
Vitézy hält es für unzureichend, dass Kameras nur an den Brückenköpfen vorhanden sind. Bei Egressys tragischem Verschwinden ist nur bekannt, dass er die Brücke hinauf-, aber nicht hinuntergegangen ist. Aufnahmen von einem Donauschiff deuten darauf hin, dass er in den frühen Morgenstunden des Sonntags von der Brücke gefallen sein könnte.

Da es jedoch keine Kameras auf der Brücke selbst gibt, kann dies nicht zweifelsfrei bestätigt werden. Die Polizei setzt die Suche ungeachtet dessen fort, obwohl die rauschende Donau sie beschwerlich macht; es könnten Monate vergehen, bis Gewissheit über das grausame Verschwinden entsteht.

In den letzten 15 Jahren, so Vitézy, ist dies nicht der erste Fall, in dem jemand von einer Budapester Brücke verschwindet, ohne dass Kameras die Ereignisse aufklären können. Er fordert daher ein einheitliches, modernes und umfassendes Kameranetz an allen Donauübergängen (insgesamt sieben), das nicht nur die Fahrbahnen, sondern auch die Bürgersteige überwacht.
Stärkung der öffentlichen Sicherheit
Vitézy, der Anführer der Podmaniczky-Bewegung, fügt hinzu, dass Straßenkameras an sich schon eine abschreckende Wirkung haben, die öffentliche Sicherheit erhöhen und eine schnellere und effektivere Untersuchung von Verschwinden und Missgeschicken ermöglichen.

Die Versammlung der Hauptstadt hat hier das Sagen und könnte bei ihrer Sitzung am Mittwoch einen zeitlich begrenzten Plan für die Einführung der Kameras genehmigen, berichtet Szeretlek Magyarország.
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