New York pulsierte mit den Rhythmen des Balkans und stellte ungarische Künstler ins Rampenlicht

Das zweitägige Golden Festival, das in den frühen Morgenstunden des Sonntags zu Ende ging, zog Tausende von Besuchern an. Mehr als 50 Folk-Bands, die ihre Wurzeln in der Balkan-Tradition haben – viele davon aus den USA – traten auf, darunter Szikra Banda aus Washington und Holdvilág aus New Jersey. Die meisten Sets gingen in lebhafte Táncház-Tanzsessions über und verwandelten den Veranstaltungsort in einen Wirbelwind aus Füßen und Fideln.
Noel Kropf, einer der Gründungsorganisatoren des Festivals, erzählte der Ungarischen Nachrichtenagentur (MTI), dass er und seine amerikanischen Freunde das Festival Mitte der 1980er Jahre ins Leben gerufen haben, um ihrer Gemeinschaft eine Bühne zu geben. Was als Volkskonzert begann, hat sich zum größten Balkan-Musikspektakel des Landes entwickelt.
Magyarische Musiker stehlen die Show
Er fügte hinzu, dass die meisten Organisatoren zwar immer noch Amerikaner sind, aber aktiv Diaspora-Gemeinschaften aus verschiedenen Ländern einbinden. Sie geben sich besondere Mühe, das musikalische Erbe des Balkans an das jüngere Publikum weiterzugeben. Ungarische Volksmusik stand ursprünglich nicht auf dem Programm, aber seit Jahren stehlen magyarische Musiker den Veranstaltern die Show.
Emese Prandovszky-O’Donnell, die Leiterin der in Washington ansässigen Szikra Banda – einer feurigen Mischung aus ungarischen und amerikanischen Musikern – erzählte MTI, dass ihre Band das Festival zum ersten Mal vor etwa zehn Jahren gerockt hat. Das Publikum nimmt die ungarischen Volkslieder des Csángó mit offenen Armen und großer Dankbarkeit auf. Die ansteckende Energie steckt Zuhörer, Tänzer und Musiker gleichermaßen an.

Unter dem schillernden Programm befanden sich Ensembles, die griechische, türkische, mazedonische, nordmazedonische, bulgarische, Roma, armenische, georgische, ukrainische, albanische und osteuropäisch-jüdische Klänge zum Besten gaben.

