Österreich bringt siebenmal mehr Migranten nach Ungarn zurück

Budapest, 18. August (MTI) „Österreich hat in den ersten sieben Monaten dieses Jahres siebenmal mehr illegale Migranten ausgewiesen und nach Ungarn zurückgebracht als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres, teilte das nationale Polizeipräsidium am Dienstag mit.
Das Polizeipräsidium des Kreises Gyor-Moson-Sopron sammelte Anfang August 48 illegale Migranten aus Österreich ein.
Nach Angaben der nationalen Polizeipressestelle hat Ungarn im Januar und Juli dieses Jahres 732 Drittstaatsangehörige aus Österreich erhalten, gegenüber 111 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Gemäß den Vorschriften kann Österreich Nicht-EU-Bürger, die illegal die ungarisch-österreichische Grenze überschritten haben, ausweisen und nach Ungarn zurückschicken, wenn sie keine Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlinge oder auf andere Weise schutzberechtigt sind.
Wenn Österreich innerhalb von sieben Tagen einen illegalen Grenzübertritt aufdeckt, wird erwartet, dass Ungarn den Migranten ohne formelles Verfahren zurücknimmt. Wenn dies jedoch zwischen den letzten sieben und neunzig Tagen geschehen ist, wird erwartet, dass Österreich einen Antrag auf Überstellung nach Ungarn stellt von den ungarischen Behörden innerhalb von 72 Stunden beurteilt werden.
Sobald ein Migrant von Österreich zurückgeschickt wird, wird Ungarn in seinem Fall ein eigenes Verfahren einleiten und wenn ein Asylantrag gestellt wird, wird die Einwanderungsbehörde dies prüfen. Wenn kein Asylantrag gestellt wird, kann die Polizei die Person weiter in ein Drittland ausweisen.
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