Österreichischer Kanzler: Ungarn muss Quotenplan akzeptieren, gemeinsame Grenzverteidigung

Wien (MTI) „Ungarn sollte den Quotenplan der Europäischen Union für Migranten und die gemeinsame Verteidigung der Schengen-Grenzen akzeptieren, sagte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann nach einem Treffen mit dem ungarischen Botschafter Janos Perenyi am Freitag.

Der Botschafter wurde wegen diplomatischer Spannungen aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation in die Kanzlei gerufen.

Alle europäischen Länder sollten sich an das im Flüchtlingsgesetz vorgeschriebene humane Verhalten halten, sagte Faymann in einer Erklärung.

Ungarn solle alle Migranten registrieren und verbindliche Quoten akzeptieren, die eine Grundlage für kontrollierte Flüchtlingsverfahren und eine gerechte, EU-weite Verteilung der Migranten wären, hieß es in der Erklärung.

Die ungarische Botschaft zitierte Perenyi in der Sitzung mit den Worten, Ungarn habe sich in jeder Hinsicht an die EU-Vorschriften gehaltenDer Botschafter sagte der Kanzlerin, dass der Schutz der EU-Außengrenzen besonders wichtig für Ungarn sei, das zu diesem Zweck einen Zaun entlang seiner Grenze zu Serbien errichtet habe.

Er sagte, die Eindämmung der Massenwelle von Flüchtlingen sei eine vorrangige Aufgabe, weitere Aspekte und Details müssten erst später besprochen werden.

Der Botschafter versicherte der Kanzlerin, dass Ungarn sein Möglichstes tun werde, um Flüchtlinge angemessen zu versorgen.

Foto: MTI

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