Péter Magyar’s party surge in new poll, but PM Orbán may keep his seat even if suffering defeat – here’s how

Die Wahlen im April könnten Rekorde brechen, denn die Wahlbeteiligung ist enorm hoch und das Ergebnis wird sehr knapp ausfallen. Die jüngste Umfrage des Publicus-Instituts, die von der linken Tageszeitung Népszava in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass die Fahne stark auf die Theiß-Partei gerichtet ist – doch einer der führenden politischen Experten Ungarns besteht darauf, dass die Fidesz selbst im Falle einer Niederlage noch einen Rettungsanker haben könnte. Bemerkenswerterweise stützen die guten Wirtschaftszahlen Orbáns Durchhaltevermögen, trotz vier Jahren der Stagnation oder des totalen Einbruchs.
Diese von Népszava in Auftrag gegebene und von Publicus durchgeführte Umfrage wurde nach den massiven Wahlgeschenken der Regierung durchgeführt: Die Streitkräfte erhielten ihre Waffenprämien, die Rentner bekamen einen halben Monat mehr Gehalt, die Steuererleichterungen für Familien wurden ausgeweitet und mehr Mütter konnten Einkommenssteuerbefreiungen in Anspruch nehmen. Das einzige Versprechen, das noch nicht eingelöst wurde? Ein saftiger Bonus von 152.000 Forint brutto für Lehrer (100.000 Forint netto) – seine Auswirkungen bleiben ein Rätsel.

Dennoch hat Publicus einen gewaltigen Vorsprung für Theiß ermittelt und eine Wahlbeteiligung von bis zu 84% prognostiziert, was bedeutet, dass das ungarische Parlament auf nur drei Parteien reduziert werden könnte. Bei den Erwachsenen führt Theiß mit 35-30, bei den sicheren Wählern mit 40-35 und bei den überzeugten Parteianhängern? Ein überwältigendes 47-39, fast 10 Punkte. Die Fans der beiden großen Parteien sind ebenfalls fest entschlossen: 89% und 88% schwören, auf jeden Fall zu wählen.
Publicus prognostiziert ein Drei-Parteien-Parlament, in dem Mi Hazánk 5-7% erreichen wird. Die DK und die Zwei-Schwanz-Hund-Partei werden die 5%-Hürde wohl nicht nehmen können.

Was erhöht die Siegchancen von Tisza?
- Zum einen – und am überzeugendsten – die Meinungsumfragen selbst: Seit 2006 hat es keinen Moment gegeben, in dem der Fidesz die Umfragen nicht dominiert hat, und zwar mit großem Abstand. Deshalb musste Orbán sein übliches Schema verlassen und in eine offene Konfrontation mit Péter Magyar gehen. Einige Analysten sind der Meinung, dass dies sogar zu einer regelrechten Debatte um das Amt des Ministerpräsidenten eskalieren könnte.
- Die Hälfte der Befragten würde jubeln, wenn Orbán stürzt, etwas mehr als ein Drittel, wenn er durchhält.
Die Hoffnungsschimmer des Fidesz?
- 40% erwarten immer noch einen Regierungssieg im April – sie glauben nur nicht an den Triumph von Theiß – gegenüber 36%, die Orbáns Sturz vorhersagen. Nur ein Viertel wünscht sich eine reine Tisza-Regierung, was bezeichnend ist: Koalitionen sind ohnehin unwahrscheinlich. Von den Unentschlossenen wünscht sich nur jeder Siebte eine Einparteienregierung; 63% wünschen sich ein Oppositionsbündnis an der Spitze.
- Der GKI-Index für das Verbrauchervertrauen hat einen Zweijahreshöchststand erreicht und ist seit Juli letzten Jahres um 12 Punkte gestiegen. Laut G7 übertraf die Stimmung im Februar den Juni 2024 (Fidesz’ Sieg im Europaparlament) und den April 2022 (ihre Supermajorität). Eine Studie des Forschungszentrums 2020 21 (Daten von 1998-2020) ergab einen engen Zusammenhang zwischen diesem Index und der Unterstützung der Regierungspartei. Aber G7 warnt: Die Leute könnten einfach nur rosige Augen haben und auf den Sieg ihrer Partei wetten, um ihre Stimmung zu verbessern.
- Der Experte Gábor Török meint, eine knappe Listenwahl könnte den Fidesz dazu zwingen, sich mit Mi Hazánk ins Bett zu legen – die Wahl zu verlieren, aber die Zügel in der Hand zu behalten. Er fügt hinzu, dass mehr Menschen die Führung von Tisza akzeptieren, aber die Fidesz hofft, das Blatt im Wahlkampf noch wenden zu können. Török hat die Zahlen des 21 Research Center ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass Theiß nur mit einem Vorsprung von mehr als 3% auf der nationalen Liste eine Regierung bilden kann.
Medián und Republikon: Pfeile zeigen in Richtung Theiß
Die Medián-Bombe von letzter Woche – Theißa hat bei den sicheren Wählern der Partei 20 Punkte zugelegt – hat Wut ausgelöst. Viktor Orbán hat den Chef von Medián, Endre Hann, auf seiner eigenen Facebook-Seite als Clown bezeichnet (das ist eine Premiere!).
Auch Republikon sagte Mitte Februar einen Sieg der Theiß-Partei voraus, mit einem Vorsprung von 8 Punkten bei den sicheren Wählern und 5 % insgesamt – ein unheimliches Spiegelbild zu Publicus jetzt. Sie tippten sogar auf die Hundepartei für das Parlament.
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