PM Orbán sagt, Ungarn werde wegen wachsender Sicherheitsrisiken die Terrorwarnung erhöhen

Der ungarische Premierminister Viktor Orbán hat nach der Einberufung des Anti-Terror-Koordinationsgremiums des Landes verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt und davor gewarnt, dass die Spannungen im Nahen Osten Auswirkungen auf Europa und Ungarn haben könnten.

Orbán ordnet verschärfte Grenzkontrollen an, da er Terrorzellen in Europa befürchtet

In einem kurzen Video, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, sagte der Premierminister, der Konflikt in der Region habe direkte Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Ungarn, schreibt Telex. Infolgedessen hat die Regierung die Alarmstufe der Anti-Terror-Behörden des Landes erhöht und zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen eingeführt. Laut Orbán rechnet die Regierung damit, dass die in Europa bereits vorhandenen extremistischen Netzwerke noch aktiver werden könnten.

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Foto: Facebook/Orbán Viktor

Stärkere Kontrollen bei der Einreise von Ausländern nach Ungarn

Orbán sagte, die Behörden hätten die Kontrollen von Ausländern bei der Einreise nach Ungarn verstärkt. Die genauen Details, wie diese Maßnahmen umgesetzt werden sollen, wurden in dem Video jedoch nicht erläutert. Der Premierminister argumentierte, dass vergangene Migrationswellen es extremistischen Gruppen aus dem Nahen Osten ermöglicht hätten, in Teilen Westeuropas Fuß zu fassen.

Seiner Ansicht nach könnten diese Netzwerke nun inmitten der aktuellen geopolitischen Spannungen aktiviert werden. Die ungarische Führung werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit des Landes zu schützen, sagte er. “Der Frieden und die Sicherheit Ungarns werden verteidigt werden”, sagte Orbán und betonte, dass bereits Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet worden seien.

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Regierung warnt vor erhöhter Bedrohungslage

An der Sitzung des Anti-Terrorismus-Koordinierungsausschusses nahmen hohe Beamte teil, die für die nationale Sicherheit zuständig sind, darunter Innenminister Sándor Pintér und János Hajdu, der Leiter des Zentrums für Terrorismusbekämpfung.

Bei einer separaten Pressekonferenz der Regierung sprach auch der Leiter des Büros des Ministerpräsidenten, Gergely Gulyás, über das Thema. Er wies darauf hin, dass Ungarns Mitgliedschaft im Schengen-Raum bedeutet, dass sich Menschen über viele europäische Grenzen hinweg frei bewegen können, was potenzielle Sicherheitsrisiken erhöhen könnte. Obwohl relativ wenige Menschen nahöstlicher Herkunft in Ungarn leben, sagte Gulyás, dass Einzelpersonen immer noch über das Schengen-System aus Westeuropa ins Land einreisen könnten.

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Mehr Polizei und Soldaten in öffentlichen Bereichen

In den letzten Tagen hat die Regierung auch andere Vorsichtsmaßnahmen angekündigt. Wie 444 berichtet, gehören dazu die verstärkte Präsenz von Polizisten und Soldaten im öffentlichen Raum und die Verstärkung des Schutzes um kritische Energieinfrastrukturen. Offiziell heißt es, die Maßnahmen seien präventiv und zielten darauf ab, die Stabilität zu erhalten, da die internationalen Spannungen weiter zunehmen. Die Regierung behauptet, dass die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit weiterhin oberste Priorität hat.

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