Polizeichef: 2015 öffentliches Sicherheitsniveau trotz des Drucks der Migranten hoch

Budapest, 27. Januar (MTI) – Ungarns Niveau der öffentlichen Sicherheit blieb trotz eines beispiellosen Migrationsdrucks das ganze Jahr 2015 über hoch, sagte Polizeichef Karoly Papp am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.
Die größte Herausforderung für die Polizei im Jahr 2015 sei die Bewältigung der Flüchtlingskrise, sagte Papp und fügte hinzu, dass die Polizei bei der Bewältigung der Situation erfolgreich sei. Papp wies darauf hin, dass eine Umfrage des Nezopont-Instituts im September ergab, dass 78 Prozent der Ungarn mit der Bewältigung der Krise durch die Polizei zufrieden seien.
Papp sagte, die Polizei habe im Jahr 2015 insgesamt 267.628 Straftaten registriert, ein Rückgang um 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Rate der aufgeklärten Strafverfahren sei auf 54,8 Prozent gestiegen, gegenüber 51,4 Prozent im Jahr 2014. Die meisten Straftaten seien in der Hauptstadt begangen worden, fügte er hinzu.
Die Zahl der Morde, Übergriffe, Diebstähle, Autodiebstähle, Einbrüche und Raubüberfälle ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, während die Zahl der Fälle von Menschenschmuggel zunahm.
Die Polizei registrierte insgesamt 55.285 Straftaten, die in öffentlichen Bereichen begangen wurden, ein Rückgang um 13,5 Prozent gegenüber 2014 Ganze 20,7 Prozent der Gesamtzahl der Straftaten wurden in öffentlichen Bereichen begangen Die Polizei absolvierte im vergangenen Jahr 18.688.000 Stunden im Streifendienst in öffentlichen Bereichen, sagte Papp.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 91.866 Straftäter registriert, ein Rückgang um 4,6 Prozent gegenüber 2014, die Zahl der jugendlichen Straftäter stieg jedoch von 24 auf 38. Die Polizei registrierte 183.401 Opfer, gegenüber 214.533 im Jahr 2014.
Die Polizei nahm 2015 7.417 Personen fest, von denen 3.723 in Untersuchungshaft genommen wurden.
Bezüglich der illegalen Migration seien im vergangenen Jahr 391.000 Menschen aus 106 Herkunftsländern illegal nach Ungarn eingereist, sagte Papp, die meisten illegalen Einreisenden hätten behauptet, syrische, afghanische, irakische, kosovarische oder pakistanische Staatsangehörige zu sein.
Zu den für 2016 festgelegten Zielen sagte Papp, die Polizei werde darauf abzielen, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken, indem sie aggressiver gegen Autodiebstähle und Einbrüche vorgeht, die Schengen-Grenzen Ungarns weiterhin schützt und die Verkehrssicherheit verbessert.

