Regierung: Die ungarische Regierung versucht, illegale Migration unter Strafe zu stellen update

Budapest, 16. Juli (MTI) – Die Regierung wird versuchen, das ungarische Strafgesetzbuch zu ändern, um illegale Migration zu einer Straftat und nicht zu einem Vergehen zu machen, sagte Regierungsamtsleiter Janos Lazar.

Der Antrag werde im Herbst dem Parlament vorgelegt, sagte er am Donnerstag in einer regelmäßigen Regierungsbesprechung.

Die Grenzen Ungarns seien an legalen Einreisepunkten noch offen, sagte er. Der 4 Meter hohe provisorische Grenzzaun an der Südgrenze werde bis November fertiggestellt sein, fügte er hinzu.

Die Regierung werde alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um die Einwanderer davon abzuhalten, das Land “überzunehmen” Die Regierung betrachtet Serbien, Griechenland und Mazedonien als “sichere Länder”, und Migranten werden an diese Orte zurückgeschickt, wenn sie aus Deutschland oder Österreich nach Ungarn zurückgeschickt werden, sagte er.

Die Regierung werde sich bei ihrer nächsten Sitzung am Dienstag mit dem Problem des aufkommenden Terrorismus auf dem Balkan befassen, sagte Lazar.

Die oppositionellen Sozialisten antworteten, dass es eher Menschenschmuggler als Flüchtlinge seien, die bestraft werden sollten.

Der sozialistische Abgeordnete Tamas Harangozo, stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Parlaments, sagte, dass die Regierung zwar von „organisiertem Menschenschmuggel“referiere, aber immer noch „beabsichtige, die Flüchtlinge hinter Gitter zu bringen”.

Die Regierung solle die für den Grenzzaun bereitgestellten “Milliarden” nutzen, um stattdessen die Einwanderungsbehörde, die Polizei und das Militär zu unterstützen, beharrte Harangozo.

“Flüchtlinge sind keine Kriminellen”, sagte die Liberale Partei in einer Erklärung und argumentierte, dass die Flucht vor Krieg oder Diktatur nicht als Verbrechen angesehen werden könne. Die illegalen Migranten, die in Ungarn Schutz suchen, seien “Menschen, die vom Unglück getroffen wurden, denen keine andere Wahl blieb, als aus ihrer Heimat zu fliehen”, heißt es in der liberalen Erklärung.

In der Erklärung wurde die Regierung aufgefordert, “die Differenz zwischen Terrorismus, religiösem Fanatismus und illegaler Einwanderung nicht mehr zu verwischen” Die Liberalen werden sich an europäische Foren wenden, sobald die Regierung ihren Vorschlag dem Parlament vorlegtfügte die Erklärung hinzu.

Foto: MTI

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