Regierung: Ungarn will Grenzen nicht abdichten, sondern schützen

Budapest, 25. September (MTI) – Ungarn will seine Grenzen nicht versiegeln, sondern schützen, sagte der Regierungssprecher am Freitag.

Zoltan Kovacs sagte gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Radio Kossuth, dass es sich für Politiker der Europäischen Union nicht lohne, miteinander über grundlegende EU-Regeln zu debattieren, die klar zum Ausdruck bringen, dass die Grenzen geschützt werden müssen.

Der Bau eines Zauns an der ungarisch-kroatischen Grenze stehe kurz vor dem Abschluss und in Tornyiszentmiklos an der Grenze zu Slowenien sei Rasierdraht verlegt worden, sagte Kovacs.

Die ungarische Regierung betrachtet den Zaun nicht als Lösung für den Umgang mit Massenmigration, sondern als Mittel zur Eindämmung illegaler Migranten. Das Schengener Abkommen ermöglicht es den EU-Staaten, alle notwendigen Mittel zum Schutz der Grenzen einzusetzen, fügte er hinzu.

Das außerordentliche Treffen der Staats – und Regierungschefs der EU habe große Entwicklungen zur Folge gehabt, doch seien in der wichtigsten Frage, nämlich der Stärkung des Grenzschutzes Griechenlands, keine Fortschritte erzielt worden, sagte erEs ist jedoch wichtig, dass der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, bestätigte, dass alle die EU-Vorschriften respektieren müssenfügte Kovacs hinzu.

Kovacs fügte hinzu, dass Kroatien zwar kein Schengen-Mitglied, aber ein EU-Mitgliedstaat sei und dennoch offen erklärt habe, dass es sich nicht an die einschlägigen EU-Vorschriften halten werde.

Foto: MTI

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