Schneechaos in Westungarn: Bus kippt um, 12 Verletzte, Sturm legt Verkehr lahm – Fotos

Bei einem schweren Verkehrsunfall wurden am Freitagmorgen in der Nähe von Zalaegerszeg in Ungarn 12 Menschen verletzt, nachdem ein Regionalbus bei winterlichen Bedingungen von der verschneiten und vereisten Straße gerutscht war und sich überschlagen hatte.

Nach Angaben der örtlichen Behörden war der Bus auf der Route 76 von Bagod in Richtung Zalaegerszeg unterwegs, als starker Seitenwind das Fahrzeug von der schnee- und matschbedeckten Fahrbahn in einen Straßengraben drückte, berichtete MTI. An Bord befanden sich 12 Personen, darunter der Fahrer.

Zwei Passagiere erlitten schwere Verletzungen, zehn weitere wurden mit leichten Blessuren behandelt. Sie wurden alle von Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht.

Mehrere Autos, die hinter dem Bus fuhren, kollidierten aufgrund der glatten Fahrbahn ebenfalls, es wurden jedoch keine weiteren Verletzungen oder größeren Schäden gemeldet. Die Polizei sperrte den betroffenen Abschnitt der Hauptstraße vollständig und leitete den Verkehr in Richtung Apátfa um.

Dramatische Rettung durch Heckscheibe und Windschutzscheibe

Nach Angaben des Katastrophenschutzes gelang es einigen Passagieren, durch die Heckscheibe herauszuklettern. Die Feuerwehr musste die Windschutzscheibe durchschneiden, um vier eingeklemmte Personen zu befreien.

Der Unfall in Zalaegerszeg war Berichten zufolge der schwerste in einer Reihe von Vorfällen, die mit dem sich rapide verschlechternden Winterwetter in Westungarn zusammenhängen.

Sechzehn Busse in wetterbedingte Unfälle verwickelt

Die Verkehrsbehörden bezeichneten die Situation in der Region als “kritisch”. Die staatliche Eisenbahngesellschaft MÁV hat eine außerordentliche Warnung herausgegeben, in der sie die Menschen auffordert, nicht zu reisen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

Nach Angaben von 444.hu sind im Laufe des Tages nicht weniger als 16 Volán-Überlandbusse von den vereisten oder verschneiten Straßen gerutscht, die meisten von ihnen landeten im Straßengraben.

Auch der Bahnverkehr ist unterbrochen. Wegen schneebedeckter Weichen und umgestürzter Bäume, die die Gleise blockieren, kommt es zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr.

Orangefarbene Wetterwarnungen und starker Schneefall

Der ungarische Wetterdienst HungaroMet hat für mehrere westliche Komitate die zweite Warnstufe (orange) für Schneefall und Schneeverwehungen ausgegeben.

Die Vorhersager warnten, dass in den Komitaten Győr-Moson-Sopron und Vas innerhalb von 24 Stunden mehr als 20 Zentimeter Neuschnee fallen könnten, während starke Winde hohe Schneeverwehungen verursachen und die Sicht stark beeinträchtigen könnten.

Anderswo in Transdanubien werden 5-10 Zentimeter Schnee erwartet, mit Böen von 60-75 km/h.

Feuerwehrleute in der Region im Einsatz

Die Einsatzkräfte waren mit Dutzenden von Zwischenfällen beschäftigt, von liegengebliebenen Fahrzeugen bis hin zu umgestürzten Bäumen. In mehreren Städten stürzten Bäume auf Autos und Häuser und erforderten dringendes Eingreifen.

In Sopron haben heftige Schneefälle Straßen und Fahrzeuge unter 20-25 Zentimetern Schnee begraben, so dass die Bewohner gezwungen waren, ihre Autos auszugraben.

Die Nationale Generaldirektion für Katastrophenmanagement hat die Autofahrer gebeten, nicht zu fahren, wenn es nicht unbedingt notwendig ist, und die Straßen- und Wetterbedingungen zu prüfen, bevor sie losfahren. Die Beamten betonten auch die Bedeutung von Winterreifen, gut gewarteten Fahrzeugen und einer langsameren, vorsichtigeren Fahrweise.

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