Schwerer Ärger steht bevor: Der Forint ist das größte Opfer von Trumps Krieg, und es droht eine brutale Lebensmittelinflation

Und wo ist das Ende in Sicht? Früher sprach der amerikanische Präsident von einem Feldzug gegen den Iran, der nur einige Wochen dauern würde; jetzt vermeidet er es, einen Zeitrahmen zu nennen. Die NATO-Verbündeten zögern mit der Durchbrechung der Straße von Hormuz, die Amerikaner scheinen für die Operation zu dünn gesät zu sein, und der Iran zeigt keine Anzeichen eines Zusammenbruchs. Der größte Verlierer des Krieges ist bisher der Forint.
Unbemerkte Lebensmittelinflation droht
Erst vor ein paar Wochen hat die ungarische Nationalbank unter Mihály Varga den Leitzins gesenkt, um die Wirtschaft vor den Wahlen anzukurbeln und Geld in Investitionen zu pumpen. Doch als die von Trump geführten Vereinigten Staaten vor vier Wochen einen der größten Ölproduzenten der Welt angriffen – und eine Nation, die sich anschickte, die Kontrolle über die Straße von Hormuz zu übernehmen -, wurden diese Bemühungen auf Eis gelegt. Die steigenden Energie-, Düngemittel-, Lebensmittel- und Kraftstoffpreise könnten sogar eine Niederlage für Trumps Verbündete bei den amerikanischen Zwischenwahlen bedeuten, obwohl die Auswirkungen zuerst Ungarn treffen werden.

Die ungarische Regierung hat schnell reagiert und die Kraftstoffpreise wieder begrenzt. Doch für die aufgrund von Düngemittelknappheit in die Höhe schießenden Lebensmittelpreise bietet dies keine mittelfristige Lösung. Zu allem Überfluss hat Russland, das die Krise ausnutzt, letzte Woche angekündigt, dass es die Exporte von Stickstoffdünger bis zum 21. April beschränken wird.
Forint unter denHauptverlierern
Für einen Euro braucht man jetzt 390 Forint – eine starke Abwertung, wenn man bedenkt, dass der Kurs Ende Februar, also vor Trumps Krieg, noch unter 374 lag. Es stimmt, dass er Anfang März von unten mit 400 flirtete.
Laut Portfolio rechnen die Märkte jetzt mit einem Konflikt, der sich über Monate, nicht über Wochen hinzieht. Die Anleger flüchten sich in klassische sichere Häfen wie den Dollar, dessen Wert weiter steigt. Zu den Gewinnern gehören auch der unangetastete chinesische Yuan, der Schweizer Franken und der japanische Yen.

Die europäischen Währungen gehören zu den Verlierern, da der Kontinent stark von Rohstoff- und Energieimporten abhängig ist. Die Währungen der Schwellenländer sind die Hauptleidtragenden, wobei der Forint die Nase vorn hat. Die regionalen Währungen schwächeln ebenfalls, aber weder der polnische Zloty noch die tschechische Krone oder der rumänische Leu können sie auffangen. In der Tat hat sich der Leu gegenüber dem Euro etwas besser gehalten.
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