Siebenbürgens neue Sensation: Unvergleichliche Dinosaurierfundstätte ausgegraben! – Fotos

Paläontologen haben in einer der bekanntesten Fossilienregionen der Welt, dem Hațeg-Becken in Transsilvanien, eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht. Obwohl das Gebiet seit mehr als einem Jahrhundert Dinosaurierfunde hervorbringt, sind die meisten von ihnen bisher nur sporadisch und in geringerer Dichte aufgetaucht. Die neu entdeckte Fundstelle bricht jedoch alle bisherigen Rekorde: Pro Quadratmeter wurden mehr als hundert Wirbeltierreste gefunden, wobei große Dinosaurierknochen buchstäblich übereinander gestapelt wurden.
Die Valiora Dinosaur Research Group, bestehend aus ungarischen und rumänischen Forschern, gräbt seit mehreren Jahren in den Schichten der Oberkreide im Westen des Beckens. Diese Gesteine geben einen Einblick in die Ökosysteme der letzten paar Millionen Jahre vor dem Aussterben der Dinosaurier. Bei den jüngsten Ausgrabungen wurde eine Sammlung von Tausenden von Knochen entdeckt, die nicht nur von Dinosauriern, sondern auch von Amphibien, Schildkröten, Krokodilen, Flugsauriern und kleinen Säugetieren stammen.
Die von den Forschern als K2 bezeichnete Fundstelle erwies sich als besonders bemerkenswert: Auf einer Fläche von weniger als fünf Quadratmetern dokumentierten sie mehr als 800 Knochenfragmente – ein beispielloser Reichtum für diese Region. Die detaillierte Studie wurde kürzlich in der wissenschaftlichen Zeitschrift PLOS One veröffentlicht.
Eine auf den ersten Blick erkennbare Entdeckung
Gábor Botfalvai, Assistenzdozent am Institut für Paläontologie der Eötvös Loránd Universität und Leiter des Forschungsteams, erinnerte sich, dass bereits bei der ersten Feldbegehung im Jahr 2019 ungewöhnlich glänzende schwarze Knochen in den Lehmbänken eines Bachbettes zu sehen waren. Schon nach wenigen Minuten des Suchens war klar, dass sich unter der Oberfläche eine außergewöhnliche Fundstelle verbarg, was jahrelange intensive Ausgrabungsarbeiten zur Folge hatte.

Antike Überschwemmungen sammelten die Knochen an einem Ort
Vor etwa 72 Millionen Jahren herrschte in dieser Region ein subtropisches Klima. Saisonale Sturzfluten, die von den umliegenden Hochebenen herabströmten, verursachten oft Verstopfungen und trugen Kadaver und freiliegende Knochen in die tieferen Teile des Beckens.
Laut Soma Budai, einem Forscher an der Universität Pavia, deuten die Felsen darauf hin, dass sich in diesem Gebiet einst ein kleiner See befand, der von plötzlichen Überschwemmungen gespeist wurde. Als die Energie des Wassers abrupt abfiel, sammelten sich die Knochen im Delta entlang des Seeufers an und bildeten die bemerkenswerte Konzentration, die heute zu Tage tritt.

Teilskelette von zwei Dinosaurierarten gefunden
An der Fundstelle wurden nicht nur kleine Knochen, sondern auch Teilskelette gefunden. Das eine gehört zur Familie der Rhabdodontidae – ein etwa zwei Meter langer, teilweise zweibeiniger Pflanzenfresser, der aus der Region bereits gut bekannt ist. Das andere ist eine echte wissenschaftliche Sensation: die Überreste eines Sauropoden (Titanosauria), das erste derart gut erhaltene Exemplar, das jemals in Transsilvanien gefunden wurde. Die Entdeckung könnte zur Klärung der taxonomischen Position dieses riesigen, langhalsigen Pflanzenfressers beitragen.
Das älteste bekannte Wirbeltier-Knochenbett der Region
Zoltán Csiki-Sava, außerordentlicher Professor an der Universität Bukarest, hob hervor, dass die Fundstelle nicht nur durch ihren Reichtum hervorsticht. Es ist auch die älteste Ansammlung von Wirbeltieren dieser Art, die jemals im Hațeg-Becken identifiziert wurde und einen Einblick in die frühe Entwicklung der Dinosaurierfauna der Region bietet. Es wird erwartet, dass weitere Analysen ein noch klareres Bild davon liefern werden, wie sich die Ökosysteme der späten Kreidezeit in Osteuropa entwickelt haben.
Die Forschung wurde von ungarischen und rumänischen wissenschaftlichen Einrichtungen sowie von mehreren nationalen Forschungsförderungsprogrammen unterstützt.
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