Századvég fordert, NGOs als Lobbyisten zu behandeln

Budapest (MTI) – Die Tätigkeit von Nichtregierungsorganisationen ist legitim, aber die sie betreffenden Vorschriften sollten an ihre Natur als Lobbygruppen angepasst werden, sagte die Századvég-Stiftung kürzlich in einem Bericht.
Den Wählern sollte es ermöglicht werden, klar zu erkennen, welche NGOs welche Interessen verfolgen und aus welchen Quellen sie finanziert werden. Zu diesem Zweck sollten alle diese Organisationen registriert und strenger zur Offenlegung ihrer Finanzierungsquellen verpflichtet werden, hieß es.
In dem Bericht wurden Amnesty International, die Ungarische Union für bürgerliche Freiheiten (TASZ), das Ungarische Helsinki-Komitee, K-Monitor und das Eötvös Károly-Institut als Beispiele für NGOs genannt, die als Lobbyisten agieren und ausländische Interessen fördern. Für sie gelten jedoch die gleichen Gesetze wie für reguläre NGOs.
Századvég sagte, dass es sich bei den betroffenen NGOs um aktive, ideologisch motivierte politische Akteure mit erheblichen Auswirkungen auf die öffentliche Meinung handele.
Századvég stellte fest, dass NGOs, die sich mit Lobbying befassen, in Österreich, Deutschland, Israel und den Vereinigten Staaten strengen Vorschriften unterliegen. In diesen Ländern wird von NGOs, ähnlich wie von politischen Parteien und Lobbyunternehmen, erwartet, dass sie die Finanzierungsquelle, die sie erhalten, und die Identität ihrer Sponsoren offenlegen, heißt es in dem Bericht.

