Tag des Staatsanwalts – Orban: Sicherheitsschlüssel für die politische Macht in Europa in den kommenden Jahren

Budapest, 9. Juni (MTI) – Der Schlüssel zur Wahl in Europa in den nächsten 10-15 Jahren wird die Fähigkeit sein, das europäische Volk zu schützen, sagte Premierminister Viktor Orbán am Donnerstag.
In den nächsten Jahrzehnten werden Recht und Ordnung in der europäischen Kultur wertvoller, sagte der Premierminister bei einer Feier anlässlich des Staatsanwaltstags.
Orbán sagte, Europas politische Elite werde sich erst “legitimieren können”, wenn sie anfange, Recht und Ordnung über die Wirtschaft zu stellen. Wirtschaftliche Erfolge würden nicht mehr ausreichen, um europäische Mächte zu legitimieren, sagte er.
Orbán sagte, Recht und Ordnung seien heute einer der größten Legitimationsfaktoren in der ungarischen Politik.
Der Premierminister sagte, dass die Rechtsstaatlichkeit in einer Zeit der Massenmigration besonders wichtig sei. Die aktuelle Welle der illegalen Migration habe in Europa einen „moralisierenden Diskurs“ausgelöst, der das europäische Rechtssystem vor große Herausforderungen stelle, sagte er.
Die ungarische Regierung wiederum betont seit Anbeginn, dass “von den Ankömmlingen auch erwartet wird, dass sie das Gesetz beachten” Wer bei seiner Ankunft die Tür auftritt und gegen das Gesetz verstößt, kann und darf nicht mit einem freundlichen Empfang rechnen, sagte er.
Orbán sagte, dass politische Kritik an Gerichtsurteilen in Ungarn seit den 1990er Jahren kein Tabu mehr sei. Mittlerweile sei es üblich geworden, dass der Chefstaatsanwalt im Parlament angegriffen werde oder laufende Gerichtsverfahren politisiert würden, sagte er.
Orbán forderte die anwesenden Staatsanwälte auf, etwaige politische Angriffe zu ignorieren. Sie sollten stattdessen auf ihr Gewissen hören und die entsprechenden Gesetze beachten und sich von niemandem manipulieren oder davon abhalten lassen, an ihrem Amtseid festzuhalten, sagte er.
Orbán betonte, dass die organisatorische Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft eine Garantie für die Rechtsstaatlichkeit Ungarns sei.
Der Premierminister veranschaulichte den Erfolg der Bemühungen zur Stärkung von Recht und Ordnung und sagte, dass die Zahl der registrierten Straftaten von 436.000 im Jahr 2010 auf 329.000 im Jahr 2014 gesunken sei. Gleichzeitig sei die Zahl der registrierten Straftäter von 129.000 auf 108.000 gesunken, die Zahl der Wiederholungstäter von 34.000 auf 23.000.
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